Lederergasse

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8., Lederergasse 25, 1906
Daten zum Objekt
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48° 12' 42.99" N, 16° 20' 55.08" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Lederergasse (8), benannt (1778; in ihrer heutigen Ausdehnung 1862) nach dem Wohnhaus des Ledergroßhändlers Philipp Kemeter "Zur großen Haut" (auch "Zur großen Lederhaut"; 8, Lederergasse 5; Besitzer 1705-1739); ursprünglich Hintere (auch Obere) Klostergasse.

Die Lederergasse wurde fast gleichzeitig mit der Lange Gasse besiedelt (die ersten Häuser entstanden um 1700). Bis 1787 reichte sie nach Norden nur bis zur Florianigasse; die Demolierung der Dietrichstein-Realität ermöglichte die Fortsetzung in die Vorstadt Alsergrund (hier Gärtnergasse benannt), wo sie bis 1862 bei der Laudongasse endete.

Seit 1862 bezieht sich der Name Lederergasse auf den gesamten Straßenzug von der Josefstädter Straße bis zur Skodagasse.

Pfarrzugehörigkeit bis 1938

Bis 1938 lag die Standesführung in Österreich in den Händen der konfessionellen Behörden. Die Geburts-, Ehe- und Sterbematriken von katholischen Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der zuständigen Pfarre geführt.

Gebäude

Literatur

  • Felix Czeike: VIII. Josefstadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1980 (Wiener Bezirkskulturführer, 8), S. 47 f.
  • Rudolf Geyer: Handbuch der Wiener Matriken. Ein Hilfswerk für Matrikenführer und Familienforscher. Wien: Verlag des Österreichischen Instituts für Genealogie, Familienrecht und Wappenkunde, 1929
  • Hans Rotter: Die Josefstadt. Geschichte des 8. Wiener Gemeindebezirkes. Wien: Selbstverlag 1918, S. 308 ff.
  • Renate Wagner-Rieger: Das Wiener Bürgerhaus des Barock und Klassizismus. Wien: Hollinek 1957 (Österreichische Heimat, 20), S. 269