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Susanne Renate Granitsch

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Daten zur Person
PersonennameName der Person Granitsch, Susanne Renate
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel
Geschlecht weiblich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 1018977163
Wikidata Q39438330
GeburtsdatumDatum der Geburt 21. Mai 1869
GeburtsortOrt der Geburt Wien
SterbedatumSterbedatum 2. Dezember 1946
SterbeortSterbeort Wien
BerufBeruf Malerin
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
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RessourceUrsprüngliche Ressource 
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Letzte Änderung am 15.01.2021 durch DYN.krabina
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde
Grabstelle

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Susanne Renate Granitsch, * 21. Mai 1869 Wien, † 2. Dezember 1946 Wien, Malerin.

Biografie

Susanne Renate Granitsch wurde als Tochter von Anwalt Georg Granitsch und Augusta Antonia Granitsch, geb. Panstingel, in Wien geboren. Sie studierte ab 1885 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Ludwig Minnigerode und Karl Hrachowina und ab 1887 bei Karl Karger. Angenommen wurde sie an der Kunstschule allerdings nur, da sie ihre Bewerbung unter einem männlichen Pseudonym einreichte. 1888 und 1892 folgten Studienaufenthalte in München.

Ihr Fokus lag vor allem auf der Genre- und Portraitmalerei. Unter Kargers Leitung schuf sie das Fliesengemälde "Die Gartenpflege" und arbeitete an der Dekoration des Speisesaales und des Stiegenhauses im Schloss Neubruck bei Scheibbs in Niederösterreich mit. Außerdem beteiligte sie sich 1893 an der Renovierung der Sgraffiti an der Fassade der Kunstgewerbeschule in Wien.

Gemeinsam mit Bertha von Tarnóczy, Marie Egner, Marianne von Eschenburg, Marie Müller, Eugenie Breithut-Munk, Olga Wisinger-Florian und Teresa Ries gründete sie die Künstlerinnengruppe "Acht Künstlerinnen". Die Gruppe vereinte die Malerinnen, Grafikerinnen und Bildhauerinnen für Ausstellungszwecke und vertrat dabei ein sehr heterogenes Programm. Von 1900 bis 1912 fanden Ausstellungen der Gruppe in ein- bis zweijährigen Abständen im Kunstsalon Pisko statt. Die Bedeutung der Gruppe lag vor allem in ihrer Rolle als selbstorganisierte Künstlerinnengruppe in einem männlich dominierten Kulturbetrieb um die Jahrhundertwende. Da die Auftrittsmöglichkeiten für Frauen begrenzt waren, nahmen sie die Organisation selbst in die Hand und boten eine Ausstellungsplattform an, wobei auch andere weibliche Künstlerinnen laufend eingeladen wurden. Einerseits wollte die Gruppe damit Ausstellungsmöglichkeiten schaffen, andererseits wollte sie aber auch Vorurteilen gegenüber Kunst von Frauen entgegentreten.


Literatur