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Ludwig von Köchel

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Daten zur Person
PersonennameName der Person Köchel, Ludwig Alois Friedrich
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel Dr. iur., Ritter
Geschlecht männlich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 116274352
Wikidata Q78529
GeburtsdatumDatum der Geburt 14. Jänner 1800
GeburtsortOrt der Geburt Stein an der Donau
SterbedatumSterbedatum 3. Juni 1877
SterbeortSterbeort Wien
BerufBeruf Musikschriftsteller, Botaniker, Erzieher
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki 
RessourceUrsprüngliche Ressource  Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Letzte Änderung am 3.11.2023 durch WIEN1.lanm09fri
BestattungsdatumDatum der Bestattung  5. Juni 1877
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 16A, Reihe 7, Nummer 23
GrabwidmungGrabwidmung als Ehrengrab, historisches oder ehrenhalber gewidmetes Grab  ehrenhalber gewidmetes Grab
  • 1., Augustinerstraße 1 (Sterbeadresse)
Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft

Ludwig Alois Friedrich Köchel (1842 Ritter von), * 14. Jänner 1800 Stein/Donau, Niederösterreich, "Mazettihaus" (Schürerplatz; Gedenktafel), † 3. Juni 1877 Wien 1., Augustinerstraße 1 (Palais Erzherzog Albrecht; Zentralfriedhof, Grab 16A/7/23), Erzieher, Botaniker, Musikforscher (Köchelverzeichnis), Sohn des Güterverwalters des Bistums Passau.

Verbrachte die Jugend in Stein, besuchte das Gymnasium in Krems und studierte 1816-1821 Jus an der Universität Wien (Dr. jur. 1827). 1823-1842 war er Erzieher in vornehmen Haushalten, ab 1827 Prinzenerzieher im Haus Habsburg (vier Söhne Erzherzog Carls) und 1842 bei gleichzeitig ehrenvoller Entlassung aus dem Hofdienst geadelt (Leopold-Orden).

Nach botanischen Forschungsreisen (1842-1847; sein Herbarium und seine Mineraliensammlung vermachte er dem Kremser Gymnasium) lebte er 1848-1863 in Salzburg (Schulrat und Gymnasialinspektor) und Teschen, 1863 übersiedelte er nach Wien. Er befaßte sich eingehend mit dem Schaffen Mozarts und veröffentlichte 1862 das "Chronologisch-thematische Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amadeus Mozarts" (als Teil der von ihm angestrebten kritischen Gesamtausgabe der Kompositionen Mozarts). Es folgte ein gleichartiges Verzeichnis für die Werke von Johann Joseph Fux, daneben kommentierte er "83 neu aufgefundene Original-Briefe Ludwig van Beethovens an den Erzherzog Rudolf" (1865) und schrieb "Die kaiserliche Hof-Musikkapelle in Wien von 1543-1867" (1867) und andere musikwissenschaftliche Werke.

Ehrenmitglied des Dommusikvereins Salzburg und der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Köchelgasse.

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Hugo Riemann: Riemann Musiklexikon. In drei Bänden. Personenteil A-K. Mainz: Schott 1959
  • Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ). Wien [u.a.]: Böhlau, Band 32, 1977, S. 310 ff.
  • Heinz Schöny: Ludwig Ritter von Köchel. Ahnen und Sippe. In: Zeitschrift Adler, 1957, S. 106 ff.
  • Neue illustrierte Wochenschau 01. 08. 1982
  • Wiener Zeitung, 18. 10. 1984
  • Presse, Schaufenster, 16. 08. 1990
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 52

Weblinks