Zum blauen Freihaus (6, Gumpendorfer Straße 9)

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Zum blauen Freihaus (vor 1902)
Daten zur Organisation
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48° 12' 0.76" N, 16° 21' 41.52" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Das 1903 demolierte Haus 6., Gumpendorfer Straße 9 hatte zuvor die Hausnummer 7.

Stätte der Spielkartenerzeuger

Im sogenannten "Blauen Haus" waren auf Befehl Karls VI. sämtliche in Wien anwesenden Spielkartenerzeuger und Kartenmaler samt ihren Familien untergebracht. Sie durften nirgends anders als in diesem magistratischen Freihaus wohnen, da der Kaiser streng gegen die in Wien "eingerissene Spielwuth" vorging und daher viele einschränkende Verordnungen erließ. Das Haus kam später in den Besitz von Privaten.[1]

Gasthaus "Zum blauen Freihaus"

1881 eröffnete der Gastwirt Josef Haagen das Gasthaus "Zum blauen Freihaus", in das der Lokalschriftsteller Friedrich Schlögl mit seiner Tischgesellschaft „Schlöglrunde" übersiedelte (zuvor im Lokal „Zum schwarzen Gattern" in der Laimgrubengasse 12). Die Gaststätte war auch Sitz der Haagengesellschaft, die sich nach dem Wirt des Gasthauses „Hagenbund" nannte.

Anfang 20. Jahrhundert (1903) wurde das Haus abgebrochen, als man einen Bauplatz für das Dekorationsdepot der Hoftheater benötigte (6., Lehárgasse 6-8).

Quellen

Literatur

Referenzen