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Tröpferlbad

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Mondscheingasse 9 am 13. Juli 1914.
Daten zum Bauwerk
Art des Bauwerks Bad
Datum vonDatum (oder Jahr) von
Datum bisDatum (oder Jahr) bis
Andere BezeichnungAndere Bezeichnung für diesen Eintrag Volksbäder
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Architekt
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Letzte Änderung am 12.09.2023 durch WIEN1.lanm08trj
BildnameName des Bildes Mondscheingasse9.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Mondscheingasse 9 am 13. Juli 1914.

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Im Laufe des 19. Jahrhunderts strömten tausende Menschen aus der Umgebung und allen Kronländern der Habsburgermonarchie in die Stadt Wien. 1910 zählte Wien mehr als zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Aufgrund der teils katastrophalen Wohn- und Hygieneverhältnisse beschloss die Stadt Wien, sogenannte Volksbäder zu errichten. Sie wurden häufiger als Tröpferlbäder bezeichnet.

Siehe auch: Bäder, Magistratsabteilung 44 - Bäder

Entstehung

Das erste Wiener Volksbad wurde am 22. Dezember 1887 in Neubau errichtet und verfügte über getrennte Brause- und Umkleideräume für Männer und Frauen. Das neue Bad wurde im ersten Betriebsjahr von 78.000 Menschen besucht. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs errichtete die Wiener Stadtverwaltung weitere 18 Brausebäder, die allein im Jahr 1914 von 3,5 Millionen Menschen besucht wurden (nur 30 Prozent der Badegäste waren damals Frauen).

Badeklassen

In den Volksbädern gab es zwei Badeklassen. In den Brausebädern erster Klasse erhielt jeder Badegast eine eigene, verschließbare Badezelle. Diese verfügte über eine Umkleidemöglichkeit und eine für warme und kalte Duschen verstellbare Mischbrause. In den Brausebädern zweiter Klasse gab es einen gemeinsamen Umkleideraum mit versperrbaren Kästchen. Daran schloss sich ein gemeinsamer Brauseraum mit offenen Brausezellen für Warm- und Kaltduschen an. Ursprünglich war der Badebetrieb für Männer und Frauen getrennt. Später hatten auch Erwachsene und Kinder einen getrennten Brausebereich. Zusätzliche Wannenbäder ergänzten einige Volksbäder.

Bezeichnung

Die Bezeichnung "Tröpferlbad" stammt vom spärlichen Wasserfluss: Die Wasserreservoirs befanden sich meist im Dachgeschoss und waren bei regem Andrang rasch überbeansprucht. Dadurch floss das Wasser nur noch spärlich aus den Brausen und der Spitzname "Tröpferlbäder" ist entstanden.

Wohlfahrtspolitik

Über Jahrzehnte stellten die Tröpferlbäder für die Wiener Arbeiterbevölkerung die einzige Möglichkeit zur gründlichen Körperreinigung dar. Erst der zunehmende Wohnungskomfort ließ die Besucherzahlen der Volksbäder allmählich sinken. Die meisten Tröpferlbäder wurden geschlossen oder durch den zusätzlichen Einbau einer Sauna zu Warmbädern aufgewertet.