Diesen Donnerstag (13. Juni 2024) findet eine Aktualisierung des Wikis statt. Es wird daher an diesem Tag nicht zur Verfügung stehen. Die Bearbeitung von Beiträgen wird bereits am Mittwoch ab 17:00 nicht mehr möglich sein. Wir bitten um Verständnis.

Siedlungsanlage Rosenhügel

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Daten zum Objekt
Art des Objekts Siedlung
Datum vonDatum (oder Jahr) von 1921
Datum bisDatum (oder Jahr) bis
Name seit
Andere BezeichnungAndere Bezeichnung für diesen Eintrag
Frühere Bezeichnung
Benannt nach Rosenhügel
Bezirk 12
Prominente Bewohner
Besondere Bauwerke
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 4563830-5
WikidataIDID von Wikidata
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki  Adolf Loos (Portal), Siedlung
RessourceUrsprüngliche Ressource  Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Rotes Wien, Schwarzes Wien
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Recherche
Letzte Änderung am 10.08.2023 durch WIEN1.lanm08trj


Siedlungsanlage Rosenhügel (12., Defreggerstraße, Rosenhügelstraße, Atzgersdorfer Straße, Endergasse, Dorfmeistergasse, Wundtgasse, Haunzahndgasse, Helfertgasse, Schurzgasse, Jungpointgasse). 1921 legte der Chefarchitekt des Siedlungsamtes Adolf Loos und sein Schüler Zlatko Neumann einen frühen Verbauungsplan vor. Die tatsächlich ausgeführte Siedlung wurde zwischen 1921 und 1926 nach Plänen von Loos' Mitarbeiter im Siedlungsamt Hugo Mayer sowie Ferdinand Krause (GESIBA), als "Selbsthilfe-Siedlung" errichtet: Die Siedler konnten zum Teil in unbezahlter Arbeit ihren Anteil an den Baukosten abarbeiten; gefordert waren circa 2.500-3.000 Arbeitsstunden, davon mindestens 1.600 auf der Baustelle und etwa 1.000 in den Werkstätten. Die fertigen Siedlungshäuser wurden den künftigen Bewohnern durch Los zugeteilt. Diese neuartige soziale Baufinanzierung ohne (oder mit wenig) Eigenkapital und ohne soziale Ungerechtigkeit war der erste durchschlagende Erfolg der Selbsthilfe in der Wiener Siedlungsgeschichte; man sprach in einer Broschüre von den "Pionieren vom Rosenhügel". Der Grundtypus der Reihenhäuser ist architektonisch einfach (40 m2 verbaute Fläche mit 60 m2 Wohnfläche in zwei Geschossen).

Im schwarzen Wien unterstützte die Wiener Bürgerschaft die Privatisierung der Siedlung mittels Bereitstellung billiger Grundstücke für den Eigentumshausbau.

Als Denkmal zur Erinnerung an die aktive Beteiligung der Frauen an der Rosenhügelsiedlung wurde Ecke Atzgersdorfer Straße - Rosenhügelstraße - Wundtgasse die Steinskulptur "Arbeitende Frauen am Rosenhügel" aufgestellt. Karl Krbec schrieb das Gedicht "Pioniere der Siedlung Rosenhügel".

Siehe auch

Literatur

  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer in vier Bänden. Bd.III/1: Wien. 1.–12. Bezirk. St. Pölten – Salzburg: Residenz 2010, S. 325 f.
  • Magistrat der Stadt Wien [Hg.]: Wien im Aufbau. Band: Wohnungs- und Siedlungswesen. Städtischer Grundbesitz. Wien: Magistrat 1937, S. 13
  • Klaus Novy / Wolfgang Förster: Einfach bauen. Genossenschaftliche Selbsthilfe nach der Jahrhundertwende. Zur Rekonstruktion der Wiener Siedlerbewegung. Wien: Picus 1991, S. 123, 155-158
  • Andreas Suttner: Das schwarze Wien. Bautätigkeit im Ständestaat. Wien: Böhlau 2017
  • Helmut Weihsmann: Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934. Wien: Promedia 2002, S. 290 f.
  • Burkhardt Rukschcio / Roland Schachel: Adolf Loos. Leben und Werk. Salzburg: Residenz Verlag 1987, S. 545
  • Max Ermers: Das Genossenschaftshaus der Wiener Rosenhügel-Siedlung und sein monumentaler Bilderschmuck. Wien: Hermes Buch- und Kunsdruck 1924