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Katharina Schratt

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Katharina Schratt in einem Rollenporträt
Daten zur Person
PersonennameName der Person Schratt, Katharina
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel Hofschauspielerin
Geschlecht weiblich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 118759280
Wikidata Q78534
GeburtsdatumDatum der Geburt 11. September 1853
GeburtsortOrt der Geburt Baden bei Wien 4004168-2
SterbedatumSterbedatum 17. April 1940
SterbeortSterbeort Wien 4066009-6
BerufBeruf Schauspielerin
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki  Von der Casa piccola zur Oper. Wege der Frauen an der Ringstraße, Teil 2, Theater, Stadttheater, Burgtheater (Institution), Burgtheatergalerie, Schauspielerin
RessourceUrsprüngliche Ressource  Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Letzte Änderung am 28.02.2024 durch WIEN1.lanm09kka
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde Hietzinger Friedhof
Grabstelle
BildnameName des Bildes Katharinaschratt.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Katharina Schratt in einem Rollenporträt
  • 1., Kärntner Ring 4 (Sterbeadresse)
  • 13., Gloriettegasse 9 (Wohnadresse)
Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft

Katharina Schratt, * 11. September 1853 Baden bei Wien, Theresiengasse 1 (Gedenktafel), † 17. April 1940 Wien 1., Kärntner Ring 4 (Hietzinger Friedhof), Schauspielerin, Gatte Miklos Baron Kiss von Ittebe.

Katharina Schratt begeisterte sich schon sehr früh für die Bühne und war heimlich als Statistin am Badner Theater. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Alexander Strakosch, einige Zeit später spielte sie an der Kirchnerschen Theaterakademie. Das erste Engagement führte sie ans Berliner Hoftheater (1872), wo sie als Gustel von Blasewitz debütierte. Am Wiener Stadttheater trat sie erstmals am 24. März 1873 als Käthchen von Heilbronn auf, wurde aufgrund ihres Erfolgs von Heinrich Laube engagiert und blieb bis zu dessen Abgang (1880) an dieser Bühne. Dann folgten Gastspiele in Europa und Amerika; 1883 wurde sie Mitglied des Burgtheaters, 1887 erhielt sie den Titel "Hofschauspielerin", 1893 folgte ihre Ernennung zum lebenslänglichen Mitglied des Burgtheaters, das sie 1900 verließ.

Katharina Schratt entwickelte sich von der jugendlich-Naiven über die sentimentale Liebhaberin zur Salondame, die sie mit Anmut, Liebenswürdigkeit und feinkomischen Charakterzügen auszustatten wusste, spielte aber auch Dialektrollen. Ihre Hauptrollen waren: Katharina ("Der Widerspenstigen Zähmung"), Clarisse ("Rosenkranz und Güldenstern"), Elise ("Der Geizige"), Lorle ("Dorf und Stadt"), Nandl ("Versprechen hinterm Herd"), Toni Weber ("Das Vermächtnis") und andere. Mitte der 1880er Jahre wurde sie Vorleserin der Kaiserin Elisabeth, seitdem verband sie eine enge Freundschaft mit Franz Joseph I., der sie in ihrer Villa in Hietzing (13., Gloriettegasse 9) täglich besuchte.


Quellen

Literatur

  • Das Jahrbuch der Wiener Gesellschaft. Biographische Beiträge zur Wiener Zeitgeschichte. Hg. von Franz Planer. Wien: F. Planer 1929
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
  • Rudolf Holzer: Die Wiener Vorstadtbühnen. Alexander Girardi und das Theater an der Wien. Unter Forderung des Bundesmin. f. Unterricht u. d. Gemeinden Wien u. Graz. Wien: Österr. Staatsdruckerei 1951, S. 445 ff.
  • Erwin Heinzel: Lexikon historischer Ereignisse und Personen in Kunst, Literatur und Musik. Wien: Hollink 1956, S. 657
  • Jean de Bourgoing [Hg.]: Briefe Kaiser Franz Josephs an Frau Katharina Schratt. Wien: Ullstein 1949
  • Schauspieler des Burgtheaters. 1776-1976. 43. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 6. Mai - 20. Juni 1976. Wien: Museen d. Stadt Wien 1976 (Historisches Museum Wien: Sonderausstellung, 43)
  • Christine Klusacek / Kurt Stimmer: Hietzing. Ein Bezirk im Grünen. Wien: Mohl 1977, S. 127 ff.
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959, S. 42
  • Lore Brandl-Berger u.a.: Frauen in Hietzing. Wien 2014-2016, Infokarte Nr. 28.


Katharina Schratt im Katalog der Wienbibliothek im Rathaus.

Weblinks