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Hubert Christian Ehalt

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Hubert Christian Ehalt bei einer Wiener Vorlesung
Daten zur Person
PersonennameName der Person Ehalt, Hubert Christian
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel Obersenatsrat, Univ.-Prof., Dr.phil.
Geschlecht männlich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 119396556
Wikidata Q1530893
GeburtsdatumDatum der Geburt 18. Mai 1949
GeburtsortOrt der Geburt Wien
SterbedatumSterbedatum 27. Dezember 2023
SterbeortSterbeort
BerufBeruf Kulturwissenschaftler, Beamter, Historiker
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki 
RessourceUrsprüngliche Ressource  Gedenktage, Gedenktage-GW
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Letzte Änderung am 3.01.2024 durch WIEN1.lanm09was
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde
Grabstelle
BildnameName des Bildes Christianehalt.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Hubert Christian Ehalt bei einer Wiener Vorlesung

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Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft
  • Generalsekretär des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Österreichische Akademie der Wissenschaften (1998 bis 2017)
  • Generalsekretär des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität Wien (1999 bis 2017)
  • Generalsekretär und Vorstandsmitglied des Viktor Frankl-Fonds der Stadt Wien zur Förderung einer sinnorientierten humanistischen Psychotherapie (1999 bis 2017)
  • Generalsekretär des Fonds der Stadt Wien für innovative interdisziplinäre Krebsforschung (2001 bis 2017)
  • Leiter des Ludwig Boltzmann Institutes für historische Anthropologie (1996
  • Kuratoriumsmitglied des Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds (WWTF) (2002 bis 2017)
  • Vorstand des Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität (2004 bis 2017)
  • Vorstand des Fonds der Stadt Wien für innovative interdisziplinäre Krebsforschung (2005 bis 2017)
  • Herausgeber der Buchreihe "Kulturstudien" mit Helmut Konrad (Verlag Böhlau) (1984
  • Herausgeber der Buchreihe "Historisch-athropologische Studien" (Peter Lang) (1996

  • Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres (Übernahme: 11. Februar 2015)
  • Ehrenmitglied des Orchesters Wiener Akademie (Verleihung: 2015)
  • Ehrensenator der Universität für Bodenkultur (Verleihung: 2012)
  • Ehrenmedaille der Internationalen Raimundgesellschaft (Verleihung: 2009)
  • Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (Verleihung: 12. Juni 2018, Übernahme: 18. Dezember 2018)
  • Ehrenpräsident des Wiener Instituts für Strauss-Forschung (Verleihung: 11. Juni 2018, Übernahme: 16. März 2019)
  • Ehrenbürger der Universität Wien (Verleihung: 7. Dezember 2016)
  • Großes Ehrenzeichen der Wiener Ärztekammer (Verleihung: 11. Juli 2016)
  • Ehrennadel des Europäischen Forums (Übernahme: 2015)
  • Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (Übernahme: 16. Dezember 2015)
  • Förderungspreis der Arbeiterkammer Wien (Verleihung: 1978)
  • Österreichischer Staatspreis für Erwachsenenbildung (Übernahme: 11. November 2013)
  • Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Verleihung: 2013)
  • Ehrenmedaille Bene merito der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Übernahme: 12. Oktober 2007)
  • Ehrensenator der Technischen Universität Wien (Verleihung: 2006)
  • Goldenes Ehrenzeichen der Wirtschaftsuniversität Wien (Verleihung: 2003)
  • Ehrenmedaille der Internationalen Nestroy Gesellschaft (Verleihung: 2000)
  • Großer Leopold Kunschak-Preis (Verleihung: 1997)
  • Theodor-Körner-Preis (Verleihung: 1981)
  • Förderungspreis der Stadt Wien für Wissenschaft und Volksbildung (Verleihung: 1979)


Hubert Christian Ehalt, * 18. Mai 1949 Wien, † 27. Dezember 2023, Kulturwissenschaftler.

Hubert Christian Ehalt mit Bürgermeister Michael Häupl bei der Präsentation des Wissenschaftsberichts für 2006.

Biografie

Hubert Christian Ehalt studierte nach der Matura am Bundesrealgymnasium Albertgasse in Wien-Josefstadt Geschichte, Kunstgeschichte, Soziologie, Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Universität Wien sowie Malerei an der Akademie der bildenden Künste. Sein Studium schloss er 1978 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. 2000 konnte er sich für Sozialgeschichte der Neuzeit an der Universität Wien habilitieren. 2003 wurde ihm der Berufstitel Universitätsprofessor verliehen.

Der schon während seines Studiums publizistisch tätige Historiker war von 1979 bis 1981 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien tätig. Ab 1980 wirkte er als Lehrbeauftragter, später als Dozent und Gastprofessor unter anderem an den Universitäten Wien, Linz und Innsbruck, an der Universität für angewandte Kunst (seit 2008 als Honorarprofessor) und an der Akademie der bildenden Künste. Seit 2009 ist Ehalt auch Honorarprofessor an der Technischen Universität Wien.

1984 wurde Ehalt zum Wissenschaftsreferent der Stadt Wien bestellt. In dieser Funktion, die er bis 2016 innehatte, zeichnete er für die Förderung von Wissenschaft und Forschung, für die Förderung der Wissens- und Wissenschaftsstadt Wien, für den Wissenstransfer zwischen der Stadt Wien und den in Wien situierten Universitäten, Fachhochschulen und Forschungsgesellschaften sowie für die Vernetzung und Verbindung wissenschaftlicher und urbaner Öffentlichkeit verantwortlich. In dieser Funktion war er auch Generalsekretär, Vorstands- und Kuratoriumsmitglied von sechs Wissenschaftsförderungsfonds und Stiftungen.

Im Jahr 1996 wurde er zudem mit der Leitung des Ludwig Boltzmann Institutes für historische Anthropologie (seit 2006: Institut für historische Anthropologie) betraut. Zu seinen bevorzugten Forschungsfeldern zählen die Sozial-, Mentalitäts- und Alltagsgeschichte Wiens, die Wissens- und Wissenschaftsgeschichte Wiens, Studien zu Strukturen und Ausdrucksformen der höfisch-aristokratischen Gesellschaft, die Gesellschaftsgeschichte der bildenden Künste, die Geschichte der Schule sowie Studien zum Verhältnis von Natur und Kultur.

1987 initiierte Ehalt die Veranstaltungsreihe "Wiener Vorlesungen", für deren Programmplanung er bis 2017 verantwortlich war und die bis Herbst 2017 mehr als 1.500 Mal mit über 5.000 Referentinnen und Referenten aus allen Kontinenten stattfanden. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen im Bereich der Gesellschafts-, Geschichts- und Kulturwissenschaften. Außerdem war er Mitgründer und Gesellschafter des wissenschaftlichen Autorenverlages Verlag für Gesellschaftskritik (1980) und ist Gründer mehrerer Buchreihen. Auch im Rahmen der Verwaltungsakademie der Stadt Wien leitete und moderierte er verschiedene Vortragsreihen. Ihm gelang es bei seinen Vorträgen immer wieder, bedeutende Personen aus Wissenschaft und Forschung einzuladen.

Zu den von ihm gegründeten Veranstaltungsreihen zählen auch die "Wiener Vierteltouren" und die "Stadtwerkstatt" − eine Veranstaltungsreihe der Verwaltungsakademie der Stadt Wien zu Fragen und Problemen der Gesellschaft. In den Jahren 2000 bis 2014 gestaltete Ehalt beim Europäischen Forum Alpbach Seminare der Wiener Vorlesungen. 2018 wählte ihn die Mitgliederversammlung des Wiener Instituts für Strauss-Forschung zum Ehrenpräsidenten. Anlässlich seines 70. Geburtstags erschien im Herbst 2019 eine Festschrift, die in zahlreichen Beiträgen den Bezug von Geschichte und Gerechtigkeit thematisiert.

Hubert Christian Ehalt mit Pierre Bourdieu bei seiner Wiener Vorlesung im Jahr 2000

Werke (Auswahl)

  • Hubert Christian Ehalt: Geschichte als Gerechtigkeitswissenschaft. In: 1914–1918 – 2014–2018. Hg. von Thomas Walter Köhler / Christian Mertens. Wien: edition mezzogiorno 2020, S. 35 ff.
  • Hubert Christian Ehalt / Susanne Strobl / Andrea Traxler [Hg.]: Wiener Vorlesungen 1987–2017: Standortbestimmung, Aufklärung, Navigation. Weitra: Verlag Bibliothek der Provinz 2017 (Enzyklopädie des Wiener Wissens Sonderband, 30)
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Helmut Reinalter. Aufklärung und Moderne. 27 Studien zur Geschichte der Neuzeit. Innsbruck / Wien [u. a.]: Studien Verlag 2008 (Interdisziplinäre Forschungen, 21)
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Ich stamme aus Wien. Kindheit und Jugend von der Wiener Moderne bis 1938. Weitra: Verlag Bibliothek der Provinz 2008
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Schlaraffenland? – Europa neu denken. Auf der Suche nach einer neuen Identität für den alten Kontinent. Weitra: Verlag Bibliothek der Provinz 2004 (Bibliothek urbaner Literatur, 1)
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Formen familialer Identität. Wien: WUV-Universitätsverlag 2002 (Wiener Vorlesungen: Konversatorien und Studien, 4)
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Inszenierung der Gewalt: Kunst und Alltagskultur im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main: Wien [u. a.] : Lang 1996 (Historisch-anthropologische Studien : Schriftenreihe des Instituts für Historische Anthropologie in Wien, 1)
  • Hubert Christian Ehalt [Hg.]: Wiener Beisln: Bilder & Geschichten. Wien [u. a.]: Jugend und Volk 1985
  • Hubert Christian Ehalt: Ausdrucksformen absolutistischer Herrschaft: der Wiener Hof im 17. und 18. Jahrhundert. Wien: Verlag für Geschichte und Politik 1980 (Sozial- und wirtschaftshistorische Studien, 14)


Hubert Christian Ehalt im Katalog der Wienbibliothek im Rathaus.

Quellen

Literatur

Weblinks