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Friedrich Schachner

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Daten zur Person
PersonennameName der Person Schachner, Friedrich
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel Baurat
Geschlecht männlich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 101953592X
Wikidata Q1461871
GeburtsdatumDatum der Geburt 14. Dezember 1841
GeburtsortOrt der Geburt Atzenbrugg bei Tulln, Niederösterreich
SterbedatumSterbedatum 7. November 1907
SterbeortSterbeort Wien
BerufBeruf Architekt, Baumeister
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki 
RessourceUrsprüngliche Ressource  Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Letzte Änderung am 5.11.2022 durch DYN.krabina
BestattungsdatumDatum der Bestattung  9. November 1907
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde Zentralfriedhof
Grabstelle Gruppe 54, Reihe 37, Nummer 63
GrabwidmungGrabwidmung als Ehrengrab, historisches oder ehrenhalber gewidmetes Grab  ehrenhalber gewidmetes Grab
  • 4., Schwindgasse 14 (Sterbeadresse)
Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft
  • Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion (Verleihung: 1867)
  • Medaille für Kunst (Weltausstellung Wien) (Verleihung: 1873)

Friedrich Schachner, * 14. Dezember 1841 Atzenbrugg bei Tulln, Niederösterreich, † 7. November 1907 Wien 4, Schwindgasse 14 (Zentralfriedhof, Ehrengrab, Gruppe 54/37/63), Architekt, Baumeister, Gattin Therese.

Biografie

Studierte an der Technischen Hochschule Wien Landbau und an der Akademie der bildenden Künste Ornamentik bei Eduard van der Nüll und Sicard von Sicardsburg, arbeitete 1861-1866 im Atelier von Romano und Schwendenwein und ließ sich 1866 als selbständiger Architekt in Wien nieder. Er beschäftigte sich intensiv mit der Gestaltung des Karlsplatzes und erhielt 1902 bei der engeren Konkurrenz für die Erbauung des Kaiser-Franz-Joseph-Stadtmuseums eine Stimmenmehrheit gegenüber dem Sieger der Vorkonkurrenz (1901) Otto Wagner, doch kam es zu keiner Realisierung.

Schachner, der anfangs den Vorbildern der italienischen Palastarchitektur folgte, sich später jedoch zum typischen Vertreter des Späthistorismus wandelte, baute (nachdem er sich 1866 selbständig gemacht hatte) Hotels, Zinshäuser, Palais, Warenhäuser und Banken, darunter in Wien 1866 das Erlangerpalais, 1871-1873 das Wittgensteinpalais (4), 1874/1875 das Haaspalais, 1881-1883 die Allgemeine Verkehrsbank, 1894/1895 das Warenhaus Esders und 1897/1898 das Bratmannpalais; gemeinsam mit Andreas Streit führte er 1881/1882 einen Erweiterungsbau des Künstlerhauses aus. Künstlerhausmitglied (ab 1869), Baurat (1902), Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion (1867; Juror bei der Pariser Weltausstellung), Medaille für Kunst (Wiener Weltausstellung 1873). Schachnerstraße.

Literatur

  • Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Wien: Daberkow 1889-1892
  • Hermann Clemens Kosel: Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Wien: Verlag der Gesellschaft für Graphische Industrie 1902
  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815 – 1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954 - lfd.
  • Ulrich Thieme / Felix Becker [Hg.]: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bände. Leipzig: Engelmann 1907-1950
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891 (siehe Rudolf Schachner)
  • Robert S. Budig / Gertrude Enderle-Burcel / Peter Enderle: Ehrengräber am Wiener Zentralfriedhof. Wien: Compress Verlag 1995
  • Rudolf Schmidt: Das Wiener Künstlerhaus. Eine Chronik 1861-1951. Wien: Gesellschaft Bildender Künstler Wiens 1951, S. 14, S. 22, S. 51 f., S. 58, S. 63, S. 71, S. 76, S. 81, S. 83, S. 85, S. 107, S. 113, S. 115, S. 127, S. 139, S. 175 f., S. 180
  • Géza Hajós / Walther Brauneis: Die Profanbauten des III., IV. und V. Bezirkes. Wien: Schroll 1980 (Österreichische Kunsttopographie, 44.2) (Register)
  • Bundesdenkmalamt [Hg.]: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Wien 1993 (Register)
  • Renate Wagner-Rieger: Wiens Architektur im 19. Jahrhundert. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1970 (Register)
  • Otto Wagner und das Kaiser-Franz-Josef-Stadtmuseum. Das Scheitern der Moderne in Wien. 16. Juni bis 28. August 1988. Wien: Eigenverl. d. Museen d. Stadt Wien 1988 (Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, 114), S. 11 ff., S. 19 f., S. 40 f., S. 44, S. 46, S. 48 ff., S. 57 f., S. 62, S. 65 f., S. 74
  • Hans Markl: Kennst du die berühmten letzten Ruhestätten auf den Wiener Friedhöfen? Band 1: Zentralfriedhof und Krematorium (Urnenhain). Wien: Pechan 1961, S. 137
  • Künstlerhausarchiv