Diesen Donnerstag (13. Juni 2024) findet eine Aktualisierung des Wikis statt. Es wird daher an diesem Tag nicht zur Verfügung stehen. Die Bearbeitung von Beiträgen wird bereits am Mittwoch ab 17:00 nicht mehr möglich sein. Wir bitten um Verständnis.

Eva Geber

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Daten zur Person
PersonennameName der Person Geber, Eva
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel
Geschlecht weiblich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 113182279
Wikidata Q15990536
GeburtsdatumDatum der Geburt 3. Juli 1941
GeburtsortOrt der Geburt Wien
SterbedatumSterbedatum
SterbeortSterbeort
BerufBeruf Publizistin, Autorin, Grafikerin
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki 
RessourceUrsprüngliche Ressource  Gedenktage, Gedenktage-GW
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Recherche
Letzte Änderung am 19.10.2023 durch WIEN1.lanm09fri


Es wurden noch keine Adressen zu dieser Person erfasst!

Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft
  • Wiener Frauenpreis (Verleihung: 2009)
  • Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch – Anerkennungspreis (Verleihung: 2013)
  • Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien (Verleihung: 13. Februar 2018, Übernahme: 4. Mai 2018)


Eva Geber, * 3. Juli 1941 Wien, Grafikerin, Autorin, Publizistin.

Biografie

Eva Geber übte nach Abschluss einer Textilfachschule verschiedene Tätigkeiten aus. Unter anderem leitete sie mehr als 20 Jahre lang eine selbstverwaltete Druckerei und schrieb Geschichten für Kinder. Seit den frühen 1970er Jahren ist sie in der Frauenbewegung aktiv.

1975, ein Jahr nach der Gründung der feministischen Frauenzeitschrift "AUF" (Aktion unabhängiger Frauen), veröffentlichte Eva Geber − sie war zu diesem Zeitpunkt als Angestellte in einer Anwaltskanzlei mit Fragen des Familienrechts und der häuslichen Gewalt konfrontiert − dort einen längeren familienrechtlichen Artikel. In der Folge arbeitete sie am Layout mit und übernahm im Lauf der Jahre auch den größten Teil der Endredaktion. 36 Jahre lang war sie maßgeblich in der "AUF"-Redaktion tätig, was unbezahlte Arbeit im Umfang von rund 20 Wochenstunden bedeutete. Sie etablierte die "AUF" als eine Plattform der Frauenbewegung, die sich durch Meinungsvielfalt und Offenheit auszeichnete. 2011 musste die Frauenzeitung "AUF" nach 153 Ausgaben eingestellt werden, da sich keine Nachfolgerin fand, die dazu bereit gewesen wäre, ein vergleichbares Maß an Zeit und unbezahlten Engagement in die Zeitschrift zu investieren.

1992 war Eva Geber an der Gründung der AUF-edition beteiligt und gab gemeinsam mit Sonja Rotter und Marietta Schneider das Stadtbuch "Die Frauen Wiens" heraus, das sich mit der Geschichte der Wienerinnen ab dem Mittelalter auseinandersetzt. Besonders intensiv hat sich Eva Geber auch mit dem Leben und Werk Rosa Mayreders beschäftigt: 1998 gab sie mit "Das Haus in der Landskrongasse" die Jugenderinnerungen der Schriftstellerin sowie die beiden theoretischen feministischen Bände "Zur Kritik der Weiblichkeit" und "Geschlecht und Kultur" heraus, 2010 das Mayreder-Lesebuch "Zivilisation und Geschlecht".

Ein Jahr später, 2001, fungierte sie als Herausgeberin von "Betty Paoli: Was hat der Geist denn wohl gemein mit dem Geschlecht?" (Mandelbaum Verlag). Unter dem Titel "Der Typus der kämpfenden Frau" editierte Eva Geber 2013 Texte von Frauen über Frauen, die zwischen 1900 und 1933 in der "Arbeiter-Zeitung" erschienen waren. Die Herausgeberin erhielt für dieses Buch den "Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch". Eva Geber publizierte unter anderem in der AUF-edition, im Wiener Frauenverlag/Milena Verlag und im Mandelbaum Verlag. Zuletzt erschienen von ihr bei bahoe books der biografische Roman "Louise Michel – Die Anarchistin und die Menschenfresser" (2018), der mit einem Vorwort von Ruth Klüger versehen ist, und "Louise Michel. Texte und Reden" (2019). Eva Geber ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

2009 erhielt Eva Geber für ihre "herausragenden Leistungen im feministischen Diskurs" den Wiener Frauenpreis, 2018 wurde sie mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.


Literatur

Weblinks