Sigmund-Freud-Museum: Unterschied zwischen den Versionen

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Sigmund Freud Museum ([[Sigmund-Freud-Gedenkstätte]], [[Sigmund Freud Haus]]). In dem 1889 an der Adresse [[9]]., [[Berggasse]] 19 erbauten Haus befanden sich die Wohnung und die Ordination von [[Sigmund Freud]] (1891-1938); die Räume wurden im April 1938 von Edmund Engelmann photographiert (heute im [[Museum]] ausgestellt).  
  
 
Nach der Gründung der Sigmund-Freud-Gesellschaft (1968; erster Präsident Friedrich Hacker) wurde die ehemalige Praxis mit Hilfe der Bundesregierung und der Stadt Wien erworben und nach Restaurierung der Räume zu einem Museum gestaltet (die Originaleinrichtung des Wartezimmers widmete Anna Freud), das am 15. Juni 1971 zugänglich gemacht werden konnte (von 26. bis 30. Juli 1971 fand in Wien der 27. Internationale Psychoanalytische Kongress statt). 1974 wurden von der Familie neue Originalstücke gewidmet, 1984 erfolgte eine Renovierung (Neuanordnung der Schausammlung in der ehemaligen Praxis; Eröffnung 17. Juni 1984). 1986 wurde die im selben Stockwerk gelegene ehemalige Privatwohnung Freuds erworben (Finanzierung mit Hilfe eines 1985 unter der Leitung von Leonard Bernstein im Musikvereinssaal gegebenen Benefizkonzerts), die 1989-1991 renoviert wurde.  
 
Nach der Gründung der Sigmund-Freud-Gesellschaft (1968; erster Präsident Friedrich Hacker) wurde die ehemalige Praxis mit Hilfe der Bundesregierung und der Stadt Wien erworben und nach Restaurierung der Räume zu einem Museum gestaltet (die Originaleinrichtung des Wartezimmers widmete Anna Freud), das am 15. Juni 1971 zugänglich gemacht werden konnte (von 26. bis 30. Juli 1971 fand in Wien der 27. Internationale Psychoanalytische Kongress statt). 1974 wurden von der Familie neue Originalstücke gewidmet, 1984 erfolgte eine Renovierung (Neuanordnung der Schausammlung in der ehemaligen Praxis; Eröffnung 17. Juni 1984). 1986 wurde die im selben Stockwerk gelegene ehemalige Privatwohnung Freuds erworben (Finanzierung mit Hilfe eines 1985 unter der Leitung von Leonard Bernstein im Musikvereinssaal gegebenen Benefizkonzerts), die 1989-1991 renoviert wurde.  
  
1992 wurde das Museum um die Anna-Freud-Gedenkräume (frühere Ordinationsräume von Anna Freud) vergrößert (in der sich bis 1991 die Sigmund-Freud-Haus-Bibliothek befunden hatte). Das Sigmund-Freud-Haus umfasst Vorzimmer, Wartezimmer, Behandlungszimmer, Arbeitszimmer und Anna-Freud-Gedenkraum (in einem Teil der ehemaligen Privatwohnung). Die ebenfalls dort befindliche Bibliothek umfasst rund 40.000 Medien und ist damit Europas größte Studienbibliothek zur Psychoanalyse. Wechselnde Sonderausstellungen beleuchten den geschichtlichen, kulturellen und wissenschaftstheoretischen Hintergrund der Psychoanalyse sowie deren Rezeptionsgeschichte. In Summe stehen 280 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
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1992 wurde das Museum um die Anna-Freud-Gedenkräume (frühere Ordinationsräume von Anna Freud) vergrößert (in der sich bis 1991 die Sigmund-Freud-Haus-Bibliothek befunden hatte). Das Sigmund-Freud-Haus umfasst Vorzimmer, Wartezimmer, Behandlungszimmer, Arbeitszimmer und Anna-Freud-Gedenkraum (in einem Teil der ehemaligen Privatwohnung). Die ebenfalls dort befindliche Bibliothek umfasst rund 40.000 Medien und ist damit Europas größte Studienbibliothek zur Psychoanalyse. Wechselnde Sonderausstellungen beleuchten den geschichtlichen, kulturellen und wissenschaftstheoretischen Hintergrund der Psychoanalyse sowie deren Rezeptionsgeschichte. 2019/2020 wurde das Museum umfassend saniert und erweitert. Federführende Architektinnen und Architekten waren Hermann Czech, artec Architekten (Bettina Götz/Richard Manahl) sowie Walter Angonese. Seit dieser Erweiterung ist das Sigmund Freud Museum barrierefrei zugänglich und bietet eine Ausstellungsfläche von 550 Quadratmetern sowie aktualisierte und erweiterte Dauerausstellungen. Für diese Sanierung wurde das Museum mit dem Österreichischen Bauherrenpreis sowie dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. 2023 konnten über 135.000 Gäste gezählt werden.
  
 
Träger des Museums ist die 2003 gegründete Sigmund Freud Privatstiftung, die 2006 das gesamte Haus Berggasse 19 erwerben konnte.
 
Träger des Museums ist die 2003 gegründete Sigmund Freud Privatstiftung, die 2006 das gesamte Haus Berggasse 19 erwerben konnte.
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* Inge Scholz-Strasser: Berggasse 19. In: Harald Leupold-Löwenthal [Hg.]: Sigmund-Freud-Museum. Wien IX., Berggasse 19. Katalog. Wien: Brandstätter 1994, S. 9 ff
 
* Inge Scholz-Strasser: Berggasse 19. In: Harald Leupold-Löwenthal [Hg.]: Sigmund-Freud-Museum. Wien IX., Berggasse 19. Katalog. Wien: Brandstätter 1994, S. 9 ff
  
==Links==
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==Weblinks==
 
* [[Sigmund Freud Haus]]
 
* [[Sigmund Freud Haus]]
 
* [http://www.freud-museum.at/ Website Sigmund Freud Museum]
 
* [http://www.freud-museum.at/ Website Sigmund Freud Museum]

Aktuelle Version vom 8. April 2024, 09:06 Uhr

Das Sigmund Freud Museum 2020
Daten zur Organisation
Art der Organisation Museum
Datum von 1971
Datum bis
Benannt nach Sigmund Freud
Prominente Personen Sigmund Freud, Anna Freud
PageID 19209
GND
WikidataID
Objektbezug
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Letzte Änderung am 8.04.2024 durch WIEN1.lanm08trj
Bildname Sigmund Freud Museum 2020.jpeg
Bildunterschrift Das Sigmund Freud Museum 2020
  • 9., Berggasse 19

Es wurden noch keine Bezeichnungen erfasst.

Es wurden noch keine Personen erfasst.

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48° 13' 7.11" N, 16° 21' 46.88" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Sigmund Freud Museum (Sigmund-Freud-Gedenkstätte, Sigmund Freud Haus). In dem 1889 an der Adresse 9., Berggasse 19 erbauten Haus befanden sich die Wohnung und die Ordination von Sigmund Freud (1891-1938); die Räume wurden im April 1938 von Edmund Engelmann photographiert (heute im Museum ausgestellt).

Nach der Gründung der Sigmund-Freud-Gesellschaft (1968; erster Präsident Friedrich Hacker) wurde die ehemalige Praxis mit Hilfe der Bundesregierung und der Stadt Wien erworben und nach Restaurierung der Räume zu einem Museum gestaltet (die Originaleinrichtung des Wartezimmers widmete Anna Freud), das am 15. Juni 1971 zugänglich gemacht werden konnte (von 26. bis 30. Juli 1971 fand in Wien der 27. Internationale Psychoanalytische Kongress statt). 1974 wurden von der Familie neue Originalstücke gewidmet, 1984 erfolgte eine Renovierung (Neuanordnung der Schausammlung in der ehemaligen Praxis; Eröffnung 17. Juni 1984). 1986 wurde die im selben Stockwerk gelegene ehemalige Privatwohnung Freuds erworben (Finanzierung mit Hilfe eines 1985 unter der Leitung von Leonard Bernstein im Musikvereinssaal gegebenen Benefizkonzerts), die 1989-1991 renoviert wurde.

1992 wurde das Museum um die Anna-Freud-Gedenkräume (frühere Ordinationsräume von Anna Freud) vergrößert (in der sich bis 1991 die Sigmund-Freud-Haus-Bibliothek befunden hatte). Das Sigmund-Freud-Haus umfasst Vorzimmer, Wartezimmer, Behandlungszimmer, Arbeitszimmer und Anna-Freud-Gedenkraum (in einem Teil der ehemaligen Privatwohnung). Die ebenfalls dort befindliche Bibliothek umfasst rund 40.000 Medien und ist damit Europas größte Studienbibliothek zur Psychoanalyse. Wechselnde Sonderausstellungen beleuchten den geschichtlichen, kulturellen und wissenschaftstheoretischen Hintergrund der Psychoanalyse sowie deren Rezeptionsgeschichte. 2019/2020 wurde das Museum umfassend saniert und erweitert. Federführende Architektinnen und Architekten waren Hermann Czech, artec Architekten (Bettina Götz/Richard Manahl) sowie Walter Angonese. Seit dieser Erweiterung ist das Sigmund Freud Museum barrierefrei zugänglich und bietet eine Ausstellungsfläche von 550 Quadratmetern sowie aktualisierte und erweiterte Dauerausstellungen. Für diese Sanierung wurde das Museum mit dem Österreichischen Bauherrenpreis sowie dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. 2023 konnten über 135.000 Gäste gezählt werden.

Träger des Museums ist die 2003 gegründete Sigmund Freud Privatstiftung, die 2006 das gesamte Haus Berggasse 19 erwerben konnte.

Literatur

  • Inge Scholz-Strasser: Berggasse 19. In: Harald Leupold-Löwenthal [Hg.]: Sigmund-Freud-Museum. Wien IX., Berggasse 19. Katalog. Wien: Brandstätter 1994, S. 9 ff

Weblinks