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Frieda Wacha

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Frieda Wacha, um 1930
Daten zur Person
PersonennameName der Person Wacha, Friederike Maria
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens Wacha, Frieda
Titel
Geschlecht weiblich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 1267614617
Wikidata
GeburtsdatumDatum der Geburt 27. Dezember 1891
GeburtsortOrt der Geburt Wien 4066009-6
SterbedatumSterbedatum 31. Dezember 1954
SterbeortSterbeort Wien 4066009-6
BerufBeruf Buchhalterin
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki  Verlag Die Fackel, Karl Kraus (Portal)
RessourceUrsprüngliche Ressource 
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Recherche
Letzte Änderung am 26.03.2024 durch WIEN1.lanm09lue
BestattungsdatumDatum der Bestattung  8. Jänner 1955
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde Feuerhalle Simmering
Grabstelle Abteilung 8, Ring 1, Gruppe 5, Nummer 88
BildnameName des Bildes Frieda Wacha.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Frieda Wacha, um 1930
  • 3., Linke Bahngasse 9 (Letzte Wohnadresse)
  • 5., Zeinlhofergasse 10 (Sterbeadresse)
Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft

Frieda Wacha (eigentlich Friederike Maria Wacha), *27. Dezember 1891 Wien, † 31. Dezember 1954 Wien, Buchhalterin, Sekretärin.

Biografie

Frieda Wacha wurde als Tochter von Friedrich und Maria Wacha in Wien geboren. Sie war ab etwa 1908 Mitarbeiterin der Druckerei Jahoda & Siegel, wo sie besonders für Karl Kraus und den Verlag Die Fackel zuständig war. Von Helene Kann wurde sie sogar als "Verlagsleiterin" bezeichnet. Sie betreute die Drucklegung der "Fackel" mit großer Gewissenhaftigkeit, war bekannt dafür als eine der wenigen Kraus' Handschrift gut lesen zu können und wurde auch in vielen anderen Agenden als Art Sekretärin von Karl Kraus administrativ tätig. Ihre Anmerkungen (oft Erledigungsvermerke), Korrekturen, Abschriften und Notizen durchziehen nicht nur die Druckfahnen der Fackel im Kraus-Archiv der Wienbibliothek im Rathaus, sondern auch die Rechtsakten des Satirikers. Karl Kraus bedachte die Verlagsmitarbeiterin "Fräulein Frieda Wacha" mit einem finanziellen Legat von 3000 Schilling.

Nach Kraus' Tod 1936 dürfte Wacha vorerst weiterhin für Jahoda & Siegel gearbeitet haben. 1938 war sie dann in der 'arisierten' Druckerei Ehrlich & Schmidt als Buchhalterin tätig und blieb dort bis zu ihrer Pensionierung 1951. Erst 1954 wurde die Firma unter dem Namen "Profildruck Jahoda & Siegel" an die exilierten Besitzer restituiert.

Quellen

Literatur

  • Friedrich Pfäfflin: Karl Kraus und Georg Jahoda. Der Satiriker und sein Drucker und Verleger. Göttingen: Wallstein 2023
  • Friedrich Pfäfflin [Hg.]: Aus großer Nähe. Karl Kraus in Berichten aus Weggefährten und Widersachern. Göttingen: Wallstein 2008
  • Ulrich Ott / Friedrich Pfäfflin [Hg.]: Karl Kraus. Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs im Schiller-Nationalmuseum Marbach. Marbach a. Neckar: Deutsche Schillergesesellschaft 1999