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Maria Bach

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Reisepass von Maria Bach, ausgestellt 1930.Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung, Teilnachlass Maria Bach, ZPH 1394
Daten zur Person
PersonennameName der Person Bach, Maria
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens Bach, Marie Emilie
Titel Prof.
Geschlecht weiblich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 119524007
Wikidata Q4079751
GeburtsdatumDatum der Geburt 11. März 1896
GeburtsortOrt der Geburt Wien
SterbedatumSterbedatum 26. Februar 1978
SterbeortSterbeort Wien
BerufBeruf Pianistin, Komponistin, Malerin
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass Wienbibliothek im Rathaus
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RessourceUrsprüngliche Ressource  Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Gedenktage
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Letzte Änderung am 4.12.2023 durch WIEN1.lanm09ua1
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde
Grabstelle
BildnameName des Bildes MariaBach.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Reisepass von Maria Bach, ausgestellt 1930.Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung, Teilnachlass Maria Bach, ZPH 1394

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Maria Bach, * 11. März 1896 Wien, † 26. Februar 1978 Wien, Pianistin, Komponistin, Malerin.

Biografie

Maria Bach (eigentlich Marie Emilie Bach) wuchs gemeinsam mit drei Schwestern in einer musikbegeisterten Familie im Schloss Leesdorf bei Baden auf. Bereits Ihr Großvater Otto Johann Baptist Bach war ein bekannter Komponist und Kirchenmusiker. Nachdem Maria Bachs Vater Robert Bonaventura Michael Wenzel von Bach seinen Onkel Alexander Bach beerbt hatte, konnte auch er sich seinen Leidenschaften, der Musik und der Malerei, widmen. Auch die Mutter von Maria, die Oratoriensängerin Eleonore Josepha Maria Auguste Theresia Bach, legte größten Wert auf eine künstlerische Ausbildung ihrer Töchter.

1902 bekam Maria ihren ersten Klavierunterricht in einer Musikschule in Baden, im Alter von zehn Jahren trat sie erstmals öffentlich auf. Vier Jahre später lernte sie auch noch Geige. Ihre ersten Kompositionsversuche fielen in die Jahre 1914/1915 und viele ihrer frühen Kompositionen, vor allem Lieder und Klavierwerke, wurden um 1930 bei Doblinger und bei der Edition Vienna verlegt.

Der Musikkritiker Julius Korngold erkannte ihr Talent. Seinem Rat folgend studierte sie an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei Josef Marx Musiktheorie und Instrumentation und Dirigieren bei Ivan G. Boutnikoff. Den ersten Schritt in die Öffentlichkeit als Komponistin unternahm sie 1924 anlässlich eines von der Akademie im Konzerthaus veranstalteten Konzertabends, bei dem ihre “Narrenlieder“ zur Aufführung kamen.

Der Tod ihres Vaters 1927, die daraus resultierende Aufteilung des Vermögens und die allgemeine wirtschaftliche Situation brachten sie in finanzielle Schwierigkeiten. Auch ihr Versuch, in ihrem geerbten Haus am Tulbinger Kogel ein Hotel zu führen, scheiterte letztlich. 1952 veräußerte sie es gegen eine Leibrente, die manchmal ihre einzige Einnahmequelle blieb. Im Gegensatz zu diesen finanziellen Schwierigkeiten waren die 1930er Jahre in künstlerischer Hinsicht eine erfolgreiche Zeit und es entstanden die meisten Werke für Orchester, wobei vermehrt außereuropäische Einflüsse in Maria Bachs Kompositionen einflossen.

1940 begegnete sie dem italienischen Maler Arturo Ciacelli, mit dem sie später eine bis zu seinem Tod 1966 andauernde Lebensgemeinschaft einging. Unter seinem Einfluss entdeckte sie auch das Ausdrucksmittel der bildenden Kunst für sich. Eindrücke einer gemeinsamen Italienreise verarbeitete sie zu Collagen, die 1951 in Mailand ausgestellt wurden. Es folgten Ausstellungen in Wien, Hamburg, Graz und Rom.

Daneben komponierte Maria Bach nach wie vor: In den 1950er Jahren beschäftigte sie sich mit Chorliedern, daneben schrieb sie auch weiterhin Sololieder mit Orchester- bzw. Klavierbegleitung. Unter anderem vertonte sie Texte von Rainer Maria Rilke, Christian Morgenstern und Hermann Hesse, aber auch eigene Gedichte. An ihre frühen Erfolge konnte sie allerdings nicht wieder anschließen.

Das Gesamtwerk von Maria Bach, die im Februar 1978 verstarb, umfasst etwa 400 Werke, darunter 250 Lieder und Chorsätze, Kammermusik und Orchesterkompositionen, und wird als Nachlass in der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt.

Quellen

Literatur

  • Harald Goertz: Österreichische Komponisten der Gegenwart. Ein Handbuch. Wien: Doblinger 1979
  • Gerda M. Eiselmair: Die männliche Gilde sehe sich vor. Die österreichische Komponistin Maria Bach. Wien: Löcker 1996
  • Eva Marx / Gerlinde Haas: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein Lexikon. Salzburg: Residenz Verlag 2001
  • Klassika: Maria Bach


Maria Bach im Katalog der Wienbibliothek im Rathaus.

Weblinks