Karl Kaniak

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Daten zur Person

Karl Kaniak, * 29. Jänner 1872 Simmering, Geiselbergstraße 5 (Gedenktafel), † 16. September 1931 Wien 3, Boerhaavegasse 8 (Simmeringer Ortsfriedhof), Arbeiterdichter. „Am Geiselberg" als Kind einer armen Wäscherin geboren, zeichnete sich Kaniak in der Schule durch Arbeitseifer und Auffassungsgabe aus. Er erlernte das Druckergewerbe, wurde Faktor in der Druckerei der Nationalbank, verfasste aber auch bereits in jungen Jahren Gedichte. Im Verlauf seiner Schriftstellerischen Tätigkeit schrieb er Novellen, Erzählungen und den Roman „Die Geiselberger", in dem die seinem Wesen eigene Mischung von Realität und Romantik ihren literarischen Niederschlag fand. Kaniak gründete den Arbeiter-Gesangverein „Stahlklang". Er sah in Rosegger, Anzengruber und Wiener Lokalschriftstellern Vorbilder. Kaniakgasse.

Quellen

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
  • Felix Czeike: XI. Simmering. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1980 (Wiener Bezirkskulturführer, 11), S. 12 f.
  • Kurt Stimmer [Hg.]: Die Arbeiter von Wien. Ein sozialdemokratischer Stadtführer. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988, S. 228
  • Hans Markl: Kennst du alle berühmten Gedenkstätten Wiens? Wien [u.a.]: Pechan 1959 (Perlenreihe, 1008), S. 236
  • Die Unzufriedene, 03.10.1931
  • Arbeiter-Zeitung. Zentralorgan der Sozialistischen Partei Österreichs. Wien: Vorwärts-Verlag, 16.09.1948
  • Neues Österreich. Wien, 17.09.1961