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Friedrich Boskovits

Aus Wien Geschichte Wiki
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Friedrich und Charlotte Boskovits, 1897
Daten zur Person
PersonennameName der Person Boskovits, Friedrich
Abweichende NamensformAlternative Formen des Namens
Titel
Geschlecht männlich
Wien Geschichte WikiIdentifier/Persistenter URL zur Seite 
GNDGemeindsame Normdatei 1043572562
Wikidata Q101786156
GeburtsdatumDatum der Geburt 16. August 1863
GeburtsortOrt der Geburt Temesvar (Timişoara, Rumänien)
SterbedatumSterbedatum 24. September 1936
SterbeortSterbeort Baden bei Wien
BerufBeruf Industrieller
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Siehe auchVerweist auf andere Objekte im Wiki  Adolf Loos (Portal)
RessourceUrsprüngliche Ressource  Gedenktage
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Recherche
Letzte Änderung am 10.11.2023 durch DYN.krabina
BestattungsdatumDatum der Bestattung 
FriedhofFriedhof, auf dem eine Person begraben wurde
Grabstelle
BildnameName des Bildes Friedrich_&_Charlotte_Boskovits.jpg
BildunterschriftInformation, die unterhalb des Bildes angezeigt werden soll Friedrich und Charlotte Boskovits, 1897
  • 9., Frankgasse 1 (Wohnadresse)
  • 1., Bartensteingasse 9 (Wohnadresse)
Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft

  • Präsident der Zellulose-Fabriks-AG St. Michael bei Leoben

Friedrich Boskovits, * 16. August 1863 Temeswar (Timişoara, Rumänien), † 24. September 1936 Baden bei Wien, Großindustrieller, Gattin: Charlotte, geb. Pollak (* 2. November 1872 Wien, † 1945 St. Gallen, Schweiz).

Biographie

Friedrich Boskovits wurde 1863 als erster Sohn nach drei Töchtern in eine jüdische Familie hineingeboren. Die Familie ist erstmals 1876 an einer Wiener Adresse nachweisbar. Friedrich Boskovits war zunächst im Handel mit technischen Artikeln und später auch als Sachverständiger tätig. 1897 heiratete Friedrich Boskovits Charlotte Pollak (* 2. November 1872 Wien, † 1945 St. Gallen, Schweiz), 1898 wurde die erste Tochter Mary geboren.

Friedrich Boskovits war Gründer und Präsident der Zellulose-Fabriks-AG St. Michael bei Leoben, Laienrichter am Handelsgericht in Wien und beim Oberlandesgericht Wien. 1919 trat er der Österreichischen Politischen Gesellschaft als Mitglied bei.

1907/1908 bezog die Familie eine Wohnung in Wien-Alsergrund (Frankgasse 1/12), die sie sich von Adolf Loos einrichten ließ.

Von Juli bis Oktober 1927 zog er auf Bartensteingasse 9/5 um, wo das Ehepaar Friedrich und Charlotte Boskovits gemeinsam mit seiner jüngeren Tochter Alice Wessner-Boskovits (* 12. Februar 1908 Wien, † 1998 St. Gallen) und seinem Schwiegersohn Hans Otto Wessner (* 23. Dezember 1901 St. Gallen, † 1980 St. Gallen) lebte. Dabei wurde die Wohnung unter Beiziehung von Adolf Loos umgebaut und das von diesem entworfene Speisezimmer übersiedelt. Die Räumlichkeiten beherbergen seit 1991 die Musiksammlung der Wiener Stadt-und Landesbibliothek bzw. Wienbibliothek im Rathaus.

Ein Teilnachlass von Hans Otto Wessner (mit Schwerpunkt zur Zellulose-Fabriks-AG St. Michael) befindet sich in der Wienbibliothek.

Literatur

  • Neue Freie Presse, 27.09.1936 [Nachruf]
  • Markus Kristan/Sylvia Mattl-Wurm/Gerhard Murauer [Hg.]: Adolf Loos. Schriften, Briefe, Dokumente aus der Wienbibliothek im Rathaus. Wien: Metroverlag 2018, S. 176
  • Sylvia Mattl-Wurm: Wer hat hier gewohnt? Der Bauherr Friedrich Boskovits und seine Familie. Versuch einer Rekonstruktion. In: Sylvia Mattl-Wurm [Hg.]: Jeder sei sein eigener Dekorateur. Zur Geschichte der Loos-Räume in Wien I., Bartensteingasse 9. Wien 2013, S. 15 ff.
  • Christian Mertens: „Im Großen und Ganzen haben Sie doch einen guten Schutzengel gehabt.“ Der Nachlass von Hans Otto Wessner in der Wienbibliothek als Spiegel österreichischer Wirtschaftsgeschichte. In: Sylvia Mattl-Wurm [Hg.]: Jeder sei sein eigener Dekorateur. Zur Geschichte der Loos-Räume in Wien I., Bartensteingasse 9. Wien 2013, S. 97 ff. [zum Nachlass]