Universitätsklinikum AKH Wien

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Das neue Allgemeine Krankenhaus (1973)
Daten zum Bauwerk
Art des Bauwerks Gebäude
Datum von
Datum bis
Andere Bezeichnung Universitätskliniken
Frühere Bezeichnung
Benannt nach
Einlagezahl
Architekt Wolfgang Bauer (Architekt), Felix Kässens, Georg Köhler, Hannes Lintl, Georg Lippert, Alexander Marchart, Otto Mayr, Roland Moebius, Otto Nobis
Prominente Bewohner
PageID 16788
GND
WikidataID
Objektbezug
Quelle Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
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Letzte Änderung am 29.10.2015 durch WIEN1.lanm08pil
Bildname Neuesallgemeineskrankenhaus.jpg
Bildunterschrift Das neue Allgemeine Krankenhaus (1973)
  • 9., Währinger Gürtel 18-20

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48° 13' 13.24" N, 16° 20' 47.27" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Neues Allgemeines Krankenhaus (9, Währinger Gürtel 18-20; Universitätskliniken). 1955 wurden eine Kostenteilung zwischen Bund und Stadt Wien und der Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beschlossen. 1960 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben und 1962 eine Architektengruppe (Wolfgang Bauer (Architekt), Felix Kässens, Georg Köhler, Hannes Lintl, Georg Lippert, Alexander Marchart, Otto Mayr, Roland Moebius und Otto Nobis) mit der Planung beauftragt sowie die „Arbeitsgemeinschaft der Republik Österreich und der Stadt Wien für den Neubau des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (Universitätskliniken)" gegründet („ARGE AKH"), die bis 1975 alle Bauherrnentscheidungen und Steuerungsfunktionen wahrnahm. Im Juli 1964 wurde mit dem Bau begonnen. Das AKH wurde auf einer Fläche von rund 345.000 m² errichtet. Zunächst entstanden der Wohnbezirk (zwei Personalhochhäuser [insgesamt 714 Ärzte- und Schwesternwohnungen] und das Schulgebäude [Internatshochhaus mit 320 Betten für Schülerinnen]), der am 10. Juli 1968 in Betrieb genommen werden konnte. Anschließend begann der Bau des Hauptgebäudes (bestehend aus einem elfgeschossigen Flachbau [210 x 150 Meter, Fläche 31.500 m² pro Ebene], in dem auch Hörsäle, Studierendenarbeitsplätze und die wissenschaftliche Bibliothek untergebracht sind, sowie zwei aufgesetzte Bettenhäuser [Grundfläche 57 x 87 Meter, Höhe 85 Meter; auf jeder der neun Ebenen befinden sich vier Stationen mit je 28 Betten]). 1974 wurde die dreigeschossige Tiefgarage (für 2.500 PKW) eröffnet. 1975 übernahm die inzwischen gegründete „Allgemeines Krankenhaus Planungs- und Errichtungsgesellschaft", an der Bund und Stadt je zur Hälfte beteiligt waren, die Entscheidungen. Am 29. Juli 1982 schloss die VOEST-Alpine AG mit der ARGE AKH einen Baubeauftragungsvertrag und erwarb im Herbst 1982 von Bund und Stadt die Anteile an der „Allgemeines Krankenhaus Planungs- und Errichtungsgesellschaft", die als Tochtergesellschaft installiert wurde. Die Änderung wurde durch den neuen Firmennamen „VOEST-Alpine Medizintechnik GmbH. (VAMED)" dokumentiert. Ende 1985 wurde die VAMED von der ARGE AKH auch mit der technischen Betriebsführung in der „Phase I" (1986-1993) betraut. Am 31. Jänner 1991 begann die Besiedlung des Zentralbaus des neuen AKH, am 7. Juni 1994 erfolgte die offizielle Eröffnung. Die Gesamtbaukosten betrugen rund 40 Milliarden Schilling. Im AKH, einem der bedeutendsten medizinischen Zentren Europas, sind 25 Kliniken (2.221 Betten) mit modernster medizinisch-technischer Ausstattung und neun Institute untergebracht. Die Patienten werden von 1.329 Ärzten und 2.676 Mitgliedern des Pflegepersonals betreut. AKH-Prozess (wegen Korruption): Beginn am 8. September 1981, Urteilsverkündung am 27. November 1981 (Reduktion der Urteile durch den Obersten Gerichtshof (OGH) im Mai 1983).


Literatur

  • Ferdinand Lettmayer [Hg.]: Wien um die Mitte des XX. Jahrhunderts - ein Querschnitt durch Landschaft, Geschichte, soziale und technische Einrichtungen, wirtschaftliche und politische Stellung und durch das kulturelle Leben. Wien: 1958, S. 554 ff. (Vorüberlegungen)
  • Der Neubau des allgemeinen Krankenhauses in Wien (Universitätskliniken). In: Der Aufbau. Fachschrift der Stadtbaudirektion Wien. Wien: Compress / Jugend & Volk 1946-1988. Band 21, 1966, S. 218 ff.
  • Harald Sterk: Bauen in Wien. Das letzte Jahrzehnt 1976 bis 1986. Wien: Herold 1986, S. 127 f.
  • Peter Csendes: Erinnerungen an Wiens Türkenjahre. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1983 (Wiener Bezirkskulturführer, 29), S. 48 f.
  • Rendezvous Wien. Vierteljahreszeitschrift für Freunde Wiens in aller Welt. Wien: Wiener Tourismusverband. Nr. 1/1991
  • Eröffnung: Unser Wien. Nr. 11/1994, S. 2
  • Rendezvous Wien. Vierteljahreszeitschrift für Freunde Wiens in aller Welt. Wien: Wiener Tourismusverband. Nr. 11/1994, S. 2
  • Kronenzeitung, 05.01.2014, Beilage krone bunt, S. 10-13