Milan Turković: Unterschied zwischen den Versionen

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Milan Turković stammt aus einer österreichisch-kroatischen Familie und wuchs in Wien auf. Er studierte hier Fagott bei Karl Öhlberger und später in Detmold bei Albert Hennige, wo er auch das Fach Dirigieren belegte.
 
Milan Turković stammt aus einer österreichisch-kroatischen Familie und wuchs in Wien auf. Er studierte hier Fagott bei Karl Öhlberger und später in Detmold bei Albert Hennige, wo er auch das Fach Dirigieren belegte.
  
Seine erste Orchesteranstellung erhielt er bei der Philharmonica Hungarica, dann von 1962 bis 1967 bei den Bamberger Symphonikern und schließlich von 1967 bis 1984 bei den [[Wiener Symphoniker|Wiener Symphonikern]]. Danach unterrichtete er bis 1992 am Mozarteum in Salzburg, bis er an die Wiener Musikuniversität berufen wurde, wo er bis 2003 tätig war.
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Seine erste Orchesteranstellung erhielt er bei der Philharmonia Hungarica, dann von 1962 bis 1967 bei den Bamberger Symphonikern und schließlich von 1967 bis 1984 bei den [[Wiener Symphoniker|Wiener Symphonikern]]. Danach unterrichtete er bis 1992 am Mozarteum in Salzburg, bis er an die Wiener Musikuniversität berufen wurde, wo er bis 2003 tätig war.
  
 
Turković war neben seinen hauptberuflichen Tätigkeiten Mitglied des Concentus Musicus Wien, Gründungsmitglied des Trio Vienna, der Chamber Music Society of the Lincoln Center in New York und des Ensembles Wien – Berlin.
 
Turković war neben seinen hauptberuflichen Tätigkeiten Mitglied des Concentus Musicus Wien, Gründungsmitglied des Trio Vienna, der Chamber Music Society of the Lincoln Center in New York und des Ensembles Wien – Berlin.

Version vom 13. Oktober 2016, 15:00 Uhr

Daten zur Person
Personenname Turković, Milan
Abweichende Namensform Turkovic, Milan
Titel
Geschlecht männlich
PageID 43303
GND 103995285
Wikidata
Geburtsdatum 14. September 1939
Geburtsort Zagreb
Sterbedatum
Sterbeort
Beruf Fagottist, Dirigent
Parteizugehörigkeit
Ereignis
Nachlass/Vorlass
Objektbezug
Quelle Gedenktage
Export RDF-Export (Resource Description Framework) RDF
Recherche
Letzte Änderung am 13.10.2016 durch WIEN1.lanm09ulz


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Familiäre Beziehung
Berufliche Beziehung
Beziehung, Bekanntschaft, Freundschaft
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (Verleihung: 2001)
  • ECHO Klassik (Verleihung: 2010)
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (Übernahme: 19. Oktober 2016)


Milan Turković, * 14. September 1939 in Zagreb (Kroatien), Fagottist, Dirigent

Biographie

Milan Turković stammt aus einer österreichisch-kroatischen Familie und wuchs in Wien auf. Er studierte hier Fagott bei Karl Öhlberger und später in Detmold bei Albert Hennige, wo er auch das Fach Dirigieren belegte.

Seine erste Orchesteranstellung erhielt er bei der Philharmonia Hungarica, dann von 1962 bis 1967 bei den Bamberger Symphonikern und schließlich von 1967 bis 1984 bei den Wiener Symphonikern. Danach unterrichtete er bis 1992 am Mozarteum in Salzburg, bis er an die Wiener Musikuniversität berufen wurde, wo er bis 2003 tätig war.

Turković war neben seinen hauptberuflichen Tätigkeiten Mitglied des Concentus Musicus Wien, Gründungsmitglied des Trio Vienna, der Chamber Music Society of the Lincoln Center in New York und des Ensembles Wien – Berlin.

Daneben hatte Turković eine beachtliche Karriere als Solofagottist (unter anderem mit den Wiener Symphonikern, den Münchener Philharmonikern, dem Züricher Tonhalle Orchester, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem NHK Symphony Orchestra Tokyo unter Dirigenten wie Giulini, Sawallisch, Marriner, Eschenbach oder Zinman) und trat auch als Dirigent bei Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien, dem Wiener Kammerorchester, dem Münchener Rundfunkorchester, der Philharmonia Prag oder dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra sowie vielen anderen in Erscheinung.

Mit seiner regen Konzerttätigkeit ist die Einspielung von zahlreichen Tonträgern, darunter ein Album mit Symphonien von Joseph Haydn, oder die vierfache Einspielung von Mozarts Fagottkonzert, verbunden.

Turković schrieb vier Musikbücher: “Was Musiker tagsüber tun“, “Die seltsamsten Wiener der Welt“, “Hast du Töne“ und “Wiener leben. Wien erleben“. Weiters fungierte er auch als Moderator eines Musikquiz‘ im Österreichischen Fernsehen.

Milan Turković ist mit der ehemaligen Eiskunstläuferin und Fernsehmoderatorin Ingrid Wendl verheiratet.


Literatur

  • Rudolf Flotzinger [Hg.]: Oesterreichisches Musiklexikon (OeML). Band 5: Schwechat - Zyklus. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2006
  • Website von Milan Turković. URL: www.milanturkovic.com [Stand: 17.06.2015]