Krone (Währungseinheit)
Die Krone war eine in Österreich-Ungarn von 1892 bis 1925 bestehende Goldwährung.
Eine Krone war in 100 Heller unterteilt.
Als Folge des Zusammenbruchs des Silberpreises 1879 wurde in Österreich schließlich mit August 1892 mit der Krone eine Goldwährung eingeführt. Die Krone löste den Gulden Österreichische Währung (eine Silberwährung) im Verhältnis 1 Gulden Österreichische Währung zu 2 Kronen ab. In einer Übergangszeit bis 1900 blieben beide Währungen nebeneinander gültig.
Ausgeprägt wurden die Goldmünzen: 100, 20 und 10 Kronen, die Silbermünzen 5 (ab 1900) und 2 Kronen (ab 1908) sowie 1 Krone. 20 und 10 Heller wurden als Nickelmünzen, 2 und 1 Heller-Stücke wurden als Kupfermünzen ausgeprägt. Außerdem gab es Sonderprägungen, wie anlässlich des 60-Jahre-Regierungsjubiläums Franz Josephs I. (1908) zu fünf Kronen (Silber beziehungsweise Gold). Darüber hinaus wurden auch entsprechende Banknoten ausgegeben.
Die Krone als Währungseinheit war für die gesamte Monarchie gültig und hatte analoge Namen in allen Amtssprachen der Monarchie (auf den Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank in allen Sprachen aufgedruckt): ungarisch Korona und zu 100 Filler, in Tschechien Koruna zu 100 Haléř (in der Tschechischen Republik lebt diese Bezeichnung bis heute als Koruna Česká fort).
Nach dem 1. Weltkrieg war die Kronenwährung von dauerhafter, hoher Inflation betroffen. Vor allem 1921/1922 eskalierte die bislang bereits hohe Inflation, mit monatlichen Inflationsraten von 60 bis 120 Prozent. 1922 wurden sogar Banknoten mit dem hohen Wert von 500.000 Kronen ausgegeben. Im Dezember 1924 wurde mit dem Schillingrechnungsgesetz die Schillingwährung mit 1. März 1925 in Österreich eingeführt und die Kronenwährung abgelöst. 1 Schilling entsprach 10.000 Kronen.
Literatur
- Günther Probszt: Österreichische Münz- und Geldgeschichte. Von den Anfängen bis 1918. Wien/Köln/Graz: Böhlau 1973.
- Felix Butschek, Österreichische Geldgeschichte im Rahmen der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, in Wolfgang Häusler (Hg.), Geld. 800 Jahre Münzstätte Wien. Wien: Kunstforum Bank Austria 1994, S. 161–179.
- Helmut Jungwirt, Die Münzstätte Wien und das neuzeitliche Geldwesen in Österreich, in: Wolfgang Häusler (Hg.), Geld. 800 Jahre Münzstätte Wien. Wien: Kunstforum Bank Austria 1994, S. 97–141.
