Helene Flöge

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Helene Flöge als Allegorie der deutschen Renaissance, Kunsthistorisches Museum
Daten zur Person

Helene Flöge, * 20. Mai 1871 Wien, † 26. Jänner 1936 Wien, Modistin.

Biografie

Helene Flöge war nach ihrem Bruder Hermann und ihrer Schwester Pauline das drittgeborene der vier Kinder des Ehepaares Barbara (geb. Stagl) und Hermann Flöge, eines erfolgreichen Drechslers und Meerschaumpfeifenfabrikanten. 1874 kam ihre jüngere Schwester Emilie zur Welt. Spätestens 1890 lernte Helene Flöge Ernst Klimt kennen, den sie am 7. September 1891 in der Ulrichskirche heiratete.

Ernst Klimt hatte seine junge Ehefrau im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums verewigt. Die allegorische Darstellung "Deutsche Renaissance", eines der Zwickelgemälde, trägt die Züge von Helene Flöge.

Wenige Monate nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Helene, genannt „Lentschi“, starb Ernst Klimt. Sein Bruder Gustav übernahm die Vormundschaft für das Kind. Ab 1900 verbrachte derMaler die Sommer mit der Familie Flöge am Attersee.

Helene Klimt war im 1904 eröffneten Modesalon "Schwestern Flöge", den sie gemeinsam mit ihren Schwestern Emilie und Pauline führte, für die Kundinnenbetreuung zuständig, nachdem sie wahrscheinlich schon in der Modeschule für Kleidermacher ihrer Schwester Pauline in der Westbahnstraße mitgearbeitet hatte. Am 27. Jänner 1936 starb Helene Klimt an Brustkrebs.

Quellen

Literatur

  • Sandra Trettter / Peter Weinhäupl [Hrsg.]: Gustav Klimt, Emilie Flöge. Reform der Mode, Inspiration der Kunst. Wien: Brandstätter 2016
  • Christian Michael Nebehay: Architektur und Malerei um 1900. Wien: Brandstätter 1983

Weblinks