Felix Ermacora

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Daten zur Person

Ermacora Felix, * 13. Oktober 1923 Klagenfurt, † 24. Februar 1995 Wien, Völkerrechtler, Verfassungsjurist, Politiker, Sohn eines Kärntner ÖBB-Beamten (Österreichische Bundesbahnen).

Studierte (nach Kriegsdienst) an der Universität Innsbruck (Dr. jur. 1948), trat in den Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts und habilitierte sich 1951 an der Universität Wien (1957 ao„ 1961 o. Prof., 1964 Ordinarius für öffentl. Recht), lehrte jedoch auch an der Univ. Innsbruck. Ab 1958 wandte sich E. den Menschenrechten u. dem Minderheitenschutz zu, wurde 1958 Mitgl. der Menschenrechtskomm. des Europarats in Strasbourg u. spezialisierte sich auf die Südtirol- Frage (1967-71 Mitgl. der Verhandlungsdelegation für Südtir.). Als Delegierter Österr.s bei der Menschen- rechtskomm. der UN (ab 1974 deren Präs.) untersuchte er die Lage der Menschenrechte in aller Welt. 1971 wurde er als Parteiloser auf der ÖVP-Liste in den NR gewählt, 1974 trat er der ÖVP bei u. wurde u. a. deren Wehrsprecher. Zahlr. wiss. Veröffentlichungen.