Wagenmann, Seybel & Co.
48° 8' 14.31" N, 16° 17' 37.54" E zur Karte im Wien Kulturgut
Im Jahr 1828 von dem aus Württemberg stammenden Dr. Carl Wagenmann gegründet erhielt das Unternehmen nach Übernahme durch den Stiefsohn 1845 seinen späteren Firmennamen. Produziert wurden in den ersten Jahren Essig, essigsaure Salze, für die Druckerei wichtige Produkte. Ab 1842 wurde ein Bleikannensystem für die Schwefelsäureerzeugung eingeführt und die Produktion auf die Erzeugung vielfältiger Salze und Säuren ausgeweitet. Ende der 1840er Jahre wurde die Produktion von Weinsteinsäure und Weinhefe ausgenommen, 1856 Schwefelkies für die Erzeugung von Schwefelsäure eingeführt. Ab diesem Jahr wurden im ersten in der Habsburgermonarchie erbauten Siemens-Ofen kieslsaures Natron und Kali erzeugt. Der Standort des Unternehmens befand sich in Liesing. Ende des 19. Jahrhunderts verfügte es über Dampfmaschinen mit einer Leistung von insgesamt 240 PS.
Quellen
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B74/4: Handelsregister E 4/199, K.k. l. b. Fabrik chemischer Producte Berg- und Hüttenwerk bei Bösing Emil Seybel
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B75/2: Handelsregister Ges 2/550, Wagenmann Seybel & Comp.
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B74/7: Handelsregister E 7/399, Wagenmann Seybel & Comp
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B74/11: Handelsregister E11/372, Wagenmann Seybel & Comp
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B75/25: Handelsregister Ges 25/75, Wagenmann Seybel & Comp.; Wagenmann Seybal & Comp. in Liquidation
- Wiener Stadt- und Landesarchiv, Handelsgericht, B77/2: Handelsregister B 2/170, Chemische Fabrik Wagenmann, Seybel & Co Aktiengesellschaft
Literatur
- Die Gross-Industrie Oesterreichs. Festgabe zum glorreichen fünfzigjährigen Regierungs-Jubiläum seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. dargebracht von den Industriellen Oesterreichs 1898, Bd. 5, Wien: Leopold Weiss 1898, S. 417-418.
