Wagenmann, Seybel & Co.

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Brücke über den Liesingbach im Zuge der Rudolf-Waisenhorn-Gasse, dahinter Eingangsgebäude der Fabrik Wagenmann, Seybel & Co, daneben die Alte Liesinger Kirche, Postkarte von 1920
Daten zur Organisation
Die Karte wird geladen …

48° 8' 14.31" N, 16° 17' 37.54" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Im Jahr 1828 von dem aus Württemberg stammenden Dr. Carl Wagenmann gegründet erhielt das Unternehmen nach Übernahme durch den Stiefsohn 1845 seinen späteren Firmennamen. Produziert wurden in den ersten Jahren Essig, essigsaure Salze, für die Druckerei wichtige Produkte. Ab 1842 wurde ein Bleikannensystem für die Schwefelsäureerzeugung eingeführt und die Produktion auf die Erzeugung vielfältiger Salze und Säuren ausgeweitet. Ende der 1840er Jahre wurde die Produktion von Weinsteinsäure und Weinhefe ausgenommen, 1856 Schwefelkies für die Erzeugung von Schwefelsäure eingeführt. Ab diesem Jahr wurden im ersten in der Habsburgermonarchie erbauten Siemens-Ofen kieslsaures Natron und Kali erzeugt. Der Standort des Unternehmens befand sich in Liesing. Ende des 19. Jahrhunderts verfügte es über Dampfmaschinen mit einer Leistung von insgesamt 240 PS.

Quellen

Literatur

  • Die Gross-Industrie Oesterreichs. Festgabe zum glorreichen fünfzigjährigen Regierungs-Jubiläum seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. dargebracht von den Industriellen Oesterreichs 1898, Bd. 5, Wien: Leopold Weiss 1898, S. 417-418.