Uniqa
48° 12' 46.07" N, 16° 23' 0.41" E zur Karte im Wien Kulturgut
Die 1999 aus den Vorgängergesellschaften Bundesländerversicherung mit den Tochtergesellschaften Raiffeisen Versicherung und der Collegialität Versicherung gebildete UNIQA Insurance Group AG (Uniqa, "Versicherungen-AG'") (2., Untere Donaustraße 21; Uniqa-Tower) war Stand 2023 die größte österreichische Versicherungsgruppe.
Institution
Kurzdarstellung
Die seinerzeitige Bundesländerversicherung, die 1999 mit der Collegialität Versicherung fusioniert wurde und einige Zeit danach die Tochtergesellschaften Polen und Slowakei der deutschen R+V Versicherungsgruppe sowie die Finance Life Österreich erworben hatte, erhielt nach dem Kauf (250 Millionen Euro) der Landesgesellschaften Österreich und Ungarn der französischen AXA-Versicherungsgruppe im Dezember 2002 ihren neuen Namen. Eine 2003 in Aussicht genommene engere Verbindung mit der Nürnberger Versicherung wurde nicht realisiert. Das von der Uniqa in der Hauptversammlung der deutschen Mannheimer Holding AG vom 27. Februar 2004 vorgeschlagene Sanierungskonzept fand die Zustimmung von 95 Prozent der anwesenden Aktionäre, womit die wesentliche Voraussetzung für eine Kapitalzuführung in Höhe von 79,5 Millionen Euro gegeben war und sich der Aktienanteil von knapp 20 auf über 87 Prozent erhöhte (die Anfechtungsfrist lief am 30. Juni 2004 aus, ohne dass von ihr Gebrauch gemacht worden wäre).
Gründung der BARC
Kurz nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union und deren Empfehlungen, im Bank- und Versicherungswesen größere Einheiten zu schaffen, entschlossen sich Ende 1996 die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG („RZB“), die Austria Versicherung und die Collegialität, ihre Versicherungsbeteiligungen unter dem Dach der BARC Versicherungs-Holding AG zusammenzuschließen. BARC steht für die Anfangsbuchstaben der vier Versicherungsgesellschaften Bundesländer-Versicherung, Austria, Collegialität und Raiffeisen Versicherung. Die BARC Gruppe war zu je einem Drittel im Geschäft der Kranken-, Lebens- und Sachversicherung tätig.
Umbenennung in UNIQA
Nach einem langen Prozess der Suche nach einem neuen Namen wurde 1999 die „UNIQA“ geschaffen. Die BARC-Gruppe wurde umfassend reorganisiert. Nunmehrige Konzernspitze ist die UNIQA Insurance Group AG. Ihre 100 % Tochtergesellschaft UNIQA Österreich Versicherungen AG ist das größte Einzelversicherungsunternehmen in Österreich.
Hauptaktionäre der UNIQA Insurance Group AG sind mit einem Anteil von gemeinsam rund 52 % die UNIQA Versicherungsverein Privatstiftung und die Collegialität Versicherungsverein Privatstitftung, die aus den Gegenseitigkeitsvereinen Austria und Collegialität hervorgingen. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG bzw. die nunmehrigen Raiffeisen Bank International AG musste ihren Anteil aus regulatorischen Gründen auf ca.11 % reduzieren. Das restliche Aktienkapital befindet sich im Streubesitz. Die Aktie der UNIQA wurde nach einer Kapitalerhöhung im Jahr 2013 im folgenden Jahr in den Leitindex der Wiener Börse, dem ATX, aufgenommen. Eine wesentliche Erweiterung des Geschäftsumfangs gelang der UNIQA durch den Erwerb des Geschäfts des französisch-deutschen Versicherungskonzerns AXA in Österreich und Ungarn (2003) sowie in Polen, Tschechien und der Slowakei (2020). Insgesamt erwarb oder gründete die UNIQA Insurance Group AG im neuen Jahrhundert sukzessive weitere Versicherungsgesellschaften und ist derzeit mit über 40 Gesellschaften in 18 Ländern in Zentral- und Osteuropa präsent.
Sitz der Versicherung
Die UNIQA ist 2004 von ihrem Bürogebäude Ecke 2, Praterstraße 1 / Taborstraße in den Uniqa-Tower (2., Untere Donaustraße 21) gezogen.
Umsätze
Umsätze der Uniqa-Gruppe in Österreich (2003)
- Prämieneinnahmen 2.792,5 Millionen Euro (+17,4 Prozent gegenüber 2002)
- Versicherungsleistungen 2.079,6 Millionen Euro (+10,5 Prozent).
Im einzelnen (in analoger Reihung)
- Schaden- und Unfallversicherung: 1.012,3 Millionen Euro (+33,8%), 666,9 Millionen Euro (+19,3 Prozent)
- Lebensversicherung 1.131,4 Millionen Euro (+13,1 Prozent [rund 52.000 Verträge]), 871,0 Millionen Euro (+11,1 Prozent)
- Krankenversicherung: 648,8 Millionen Euro (+4,2 Prozent [trotz eines Marktanteils von rund 50 Prozent]), 541,8 Millionen Euro (+0,5 Prozent)

