Otto von Frisch

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Daten zur Person

Otto von Frisch, * 25. Jänner 1877 Wien, † 26. März 1856 St. Gilgen, Chirurg.

Biografie

Der Sohn des Chirurgen und Urologen Anton von Frisch und dessen Frau Marie von Frisch, geb. Exner, studierte nach der Matura am Wasagymnasium Medizin an den Universitäten Königsberg und Wien, wo er im März 1903 zum Dr. med. promovierte. Seine Fachausbildung absolvierte er bei Hermann Nothnagel und Rudolf Chrobak und schließlich bei Anton von Eiselsberg an der I. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien. 1910 konnte er sich habilitieren und 1915 wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt.

Ab 1911 wirkte der Wiener als Primarzt im Privatkrankenhaus Rudolfinerhaus. Im Balkankrieg 1912 und im Ersten Weltkrieg war er als Stabsarzt bzw. Chefarzt des Roten Kreuzes in Wien tätig. 1924 avancierte er zum Direktor des Rudolfinerhauses. Er baute die Institution aus und legte einen besonderen Schwerpunkt aus die Qualität der Ausbildung des Pflegepersonals. 1938 wurde der Trägerverein der Krankenanstalt aufgelöst und dieses samt Schwesternschule in dem Deutschen Roten Kreuz angegliedert.

Nachdem bekannt geworden war, dass Frisch im Sinne der NS-Terminologie als "Mischling" zu gelten habe, wurde er 1943 aller seiner ärztlichen Funktionen entbunden und aus dem Professorenkollegium der Universität Wien ausgeschieden. Er zog sich nach St. Gilgen im Salzkammergut zurück und kehrte nach Kriegsende nach Wien zurück. Von 1949 bis zu seinem Tod 1956 fungierte der Chirurg als Präsident des in den letzten Kriegstagen stark beschädigten Rudolfinerhauses.

Literatur

  • Karl Heinz Tragl: Chronik der Wiener Krankenanstalten. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2007, S. 765 f.

Weblinks