Leopoldine Winter

Aus Wien Geschichte Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
Daten zur Person

Leopoldine Winter, * 1. Oktober 1854 Graz, † 12. Februar 1945 Wien, Frauenrechtsaktivistin, Vereinsfunktionärin.

Biografie

Leopoldine Winter war die Tochter des Oberinspektors der Südbahngesellschaft Leopold Winter und dessen Ehefrau Anna. 1875 heiratete sie den Rechtshistoriker Gustav Winter, der als Direktor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und Sektionschef tätig war. Sie engagierte sich ab 1884 im Vorstand des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins, zu dessen Präsidentin sie 1922 avancierte. Der Verein wurde 1938 von den Nationalsozialisten aufgelöst.

Ein besonderes Anliegen war Winter das Mädchen-Bildungswesen. So fungierte sie 1923 bis 1935 als Vorsitzende des Verbandes der Schul-Erhalter gewerblicher Frauenberufsschulen Österreichs. Für ihr Engagement erhielt sie 1926 das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich und 1935 das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens.

Literatur

  • Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Band 16. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2022, S. 260 f.
  • Neues Wiener Tagblatt, 17.05.1935, S. 8
  • Der Tag, 18.12.1926, S. 8

Weblinks