Lehmann (Cafe-Konditorei)

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Konditorei Lehmann (1., Singerstraße 3), Ansichtskarte von 1906
Daten zur Organisation
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48° 12' 29.96" N, 16° 22' 11.88" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Die Café-Konditorei Lehmann (1, Graben 12; Kaffeekonditorei) bestand von 1878 bis 2008 und belieferte unter anderem den kaiserlich-königlichen Hof mit Konditorwaren.

Geschichte

Louis Lehmann gründete 1878 in der damaligen Schönbrunner Straße 13 (seit 1897: 15, Mariahilfer Straße 137) eine Café-Konditorei (die bis 1984 bestand), verlegte den Hauptsitz allerdings bereits 1879 in die Stadt (1, Singerstraße 3), wo er sich anfangs seinen Ruf als Konditor mit kandierten Früchten und Kompotten erwarb (die von Louis Lehmann 1878 begründete Obstkonservenerzeugung [[[Hadikgasse]] 18] existierte bis 1972). Das Geschäft wurde von seinem Sohn Louis Ignaz Lehmann weitergeführt; er erhielt als Lieferant des kaiserlich-und-königlichen Hofs den Titel Hofzuckerbäcker. In der 1. Republik gehörte die Konditorei Lehmann (neben Demel, Gerstner und Sluka) zu den vornehmsten (und unter Hugo Breitner höchstbesteuerten) von Wien. Als 1945 das Haus in der Singerstraße samt der darin befindlichen Konditorei ausbrannte, konnte diese dank der Initiative der Gattin Louise und der Tochter Lotte Förtsch bereits 1946 am Graben 12 wiedereröffnet werden; neben Süßigkeiten wurden auch kalte Büffets ins Firmenprogramm aufgenommen (so wurde beispielsweise das Büffet anlässlich der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags [1955] im Oberen Belvedere geliefert); seither erhält die Firma immer wieder Aufträge für Staatsbankette und Nobelbälle (darunter den Opernball). 1984 wurden die Lokalitäten renoviert (stilgerechte Einrichtung, passend zur vorhandenen geschnitzten Holzdecke). Nach der Schaffung der Fußgeherzone am Graben kam es zur Einrichtung eines Schanigartens.

Mit 15. Juli 2008 erfolgte die Schließung der Konditorei[1].

Quellen

Literatur

Referenzen