Koptische Markuskirche

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Heutige Koptische Markuskirche (damals Kirche „Zum göttlichen Heiland") vor der Baustelle der UNO-City, 1975
Daten zum Bauwerk
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48° 14' 4.08" N, 16° 25' 11.85" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Die Koptische Markuskirche (22., Wagramer Straße 17, Ecke Kratochwjlestraße; "Russenkirche", ehemals Kapelle „Zum göttlichen Heiland") wurde anstelle einer älteren Notkirche 1917-1922 nach Plänen von Hans Prutscher unter Verwendung antiker Stilformen erbaut; weil am Bau russische Kriegsgefangene beteiligt waren, bürgerte sich im Volksmund die Bezeichnung „Russenkirche" ein.

Das ehemals katholische Kirchlein wurde von den Salvatorianern der Pfarre Kaisermühlen betreut. Nach dem Bau der UNO-City in den 1970er Jahren wurde die Kapelle von UNO-Beamten anderer Konfessionen für deren Gottesdienste genutzt - darunter auch koptische Christen.

Mit dem Anwachsen der koptischen Kirchengemeinde wurde sie zu deren Hauptkirche. 2003 wurde die Kirche von der Erzdiözese Wien der Koptisch-Orthodoxen Kirche in deren Eigentum übergeben und von dieser dem Evangelisten Markus geweiht. Nach dem Bau der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria von Zeitoun wurde diese 2004 zur koptischen Bischofskirche in Wien.

Im Inneren befindet sich ein Marienbild. Eine gestickte Ikone dient als Vorhang vor dem Altar, der für das koptische Kirchenvolk nicht sichtbar sein darf. An der Außenwand befindet sich zwischen beiden Eingangstüren eine Kreuzigungsgruppe.

Literatur

  • Edith Müllbauer: XXII. Donaustadt. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1985 (Wiener Bezirkskulturführer, 22), S. 53