Kartause Mauerbach

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Kartause Mauerbach, Adlerportal, Versorgungsanstalt der Stadt Wien im Juni 1917.
Daten zur Organisation
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48° 15' 2.88" N, 16° 10' 1.92" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Kartause Mauerbach, Kloster des Kartäuserordens, 1313 gestiftet durch Friedrich den Schönen, aufgehoben 1782. Erster Prior war der aus der Kartause Seitz in der Steiermark stammende Gottfried.

Schon seit 1317 hatten die Kartäuser von Mauerbach im südlichen Teil der Hochstraße, zwischen St. Michael und St. Clara, festen Fuß gefasst. Am 8. Mai 1325 schenkte Friedrich der Schöne der Kartause das Haus an den Tuchlauben 7-7a. Mit der Urkunde Friedrichs vom 24. Juni 1327 wurde das Haus in der Färberstraße zum Stiftshof erhoben. 1335 wurde die Vereinbarung getroffen dieses Haus, das für ihre Bedürfnisse ohnehin zu klein war, den Augustinern abzutreten, wofür den Kartäusern das Haus der Chrannester überlassen wurde.

Der Legende nach sollen die Kartäuser den Leichnam ihres Stifters auf den Schultern von Gutenstein bis nach Mauerbach (etwa 70 Kilometer) getragen haben.

1783 wurde die 1782 aufgehobene Kartause Mauerbach durch Joseph II. dem Wiener Versorgungsfonds übergeben. Die Kartause wurde baulich für die Funktion als Versorgungshaus adaptiert (siehe Versorgungshaus Mauerbach).

Von Anfang der 1970er bis 1988 lagerten die Bestände der Glyptothek der Akademie der Bildenden Künste in einigen Räumen der aufgehobenen Kartause Mauerbach, waren aber der Öffentlichkeit nicht zugänglich.[1]

Literatur

  • Paul Harrer-Lucienfeld: Wien, seine Häuser, Geschichte und Kultur. Band 1, 2. Teil. Wien ²1951 (Manuskript im WStLA), S. 263-265
  • Andrea Domanig, Was wurde aus Hansens Glyptothek? Zur Geschichte der Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien, in: Beatrix Bastl, Ulrike Hirhager, Eva Schober (Hrsg.), Theophil Hansen. Ein Resümee. Symposionsband anlässlich des 200. Geburtstages, Verlag der Provinz, 2013, S. 75-96

Einzelnachweise

  1. Siehe Andrea Domanig, Was wurde aus Hansens Glyptothek? Zur Geschichte der Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien, in: Beatrix Bastl, Ulrike Hirhager, Eva Schober (Hrsg.), Theophil Hansen. Ein Resümee. Symposionsband anlässlich des 200. Geburtstages, Verlag der Provinz, 2013, S. 93