Karl Glaessner

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Daten zur Person

Karl Glaessner, * 31. Mai 1876 Prag, † 26. Februar 1944 New York, Internist.

Biografie

Karl Glaessner besuchte in seiner Geburtsstadt die Schule und studierte danach Medizin an der Universität Prag, wo er 1900 promovierte. Nach kurzen Stationen in Straßburg, Würzburg und Berlin kam er nach Wien, wo er 1904 bis 1905 als Aspirant und Sekundararzt und von 1905 bis 1908 als Assistent an der II. Medizinischen Abteilung des Krankenhauses Rudolfstiftung tätig war.1909 habilitierte er sich für Innere Medizin an der Universität Wien und übernahm 1910 die Magenambulanz der III. Medizinischen Universitätsklinik im Allgemeinen Krankenhaus.

Während des Ersten Weltkriegs als Regimentsarzt an der Front tätig, avancierte er 1919 zum Vorstand der II. Medizinischen Abteilung im Erzherzog-Rainer-Spital. 1923 erhielt er den Titel eines außerordentlichen Universitätsprofessors und wechselte 1937 als Nachfolger Otto Satkes als Vorstand an die I. Medizinische Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals. Nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 wurde er seiner Funktion enthoben und emigrierte in die USA.

Glaessner beschäftigte sich wissenschaftlich vor allem mit Stoffwechsel- und Verdauungserkrankungen und war Mitglied mehrerer medizinischer Fachgesellschaften.

Literatur

  • Karl Heinz Tragl: Chronik der Wiener Krankenanstalten. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2007, S. 359
  • Judith Bauer-Merinsky: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die Medizinische Fakultät der Universität Wien im Jahre 1938. Biographien entlassener Professoren und Dozenten. Phil. Diss. Univ. Wien 1980, S. 74 f.

Weblinks