Hutter & Schrantz

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Statuten der Hutter & Schrantz AG Siebwaren- und Filztuchfabriken, 1905
Daten zur Organisation
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48° 8' 29.83" N, 16° 21' 52.26" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Hutter & Schrantz (23., Großmarktstraße 7) ist der Name zweier österreichischer Industrieunternehmen (das Stahlbau-Unternehmen Hutter & Schrantz AG und die Hutter & Schrantz Technische Gewebe GmbH), deren Wurzeln auf eines der ältesten Unternehmen Österreichs zurückgehen.

Geschichte

Das Unternehmen ging aus einer 1824 von Michael Hutter gegründeten Siebmacherwerkstätte in der Inneren Stadt (1., Rotenturmstraße 4) hervor. Durch Heirat mit der Tochter des Unternehmens entstand daraus Hutter & Schrantz. Hergestellt wurden Siebe für die Papierproduktion. In der Folge wurde Produktionsstätten in den Außenbezirken errichtet, so eine Drahtgewebeherstellung und Gitterstrickerei in Favoriten und ein Verwaltungsgebäude in Mariahilf (6., Windmühlgasse 16). Im Jahr 1905 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. In Favoritner Werk wurde nunmehr die Drahtproduktion und die Blechperforierung konzentriert, während sich in der Fabrik in Meidling die Gitterstrickerei und Schlosserei befand. Auch in der Zwischenkriegszeit wurde der Expansionskurs, bei sinkender Mitarbeiterzahl, fortgesetzt. Unter anderem wurde in Favoriten eine weitere Anlage erbaut. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gingen alle ausländischen Besitzungen des Unternehmens verloren. Im Jahr 1950 wurde die Produktion um Stahlhallenkonstruktionen und Deckenträger erweitert. Die Wiener Fabriken konzentrierten sich in der Folge auf die Produktion von Papiermaschinensiebe sowie die Förder-, Sieb- und Filtertechnik. Um 1975 wurde ein neues Werk in Liesing (23., Großmarktstraße 7) bezogen und die Produktion aus Meidling und Favoriten teilweise dorthin verlegt. Im Jahr 2007 war die Firma Hutter & Schrantz wie in den früheren Jahren hauptsächlich am mitteleuropäischen Markt vertreten. Mit 500 Mitarbeitern wird in Österreich, Deutschland, Ungarn und Slowenien ein Umsatz 60 Millionen Euro erwirtschaftet.

Quellen

Literatur

  • Franz Mathis: Big Business in Österreich. Österreichische Großunternehmen in Kurzdarstellungen, Wien: Verlag für Geschichte und Politik 1987, S. 159-161.
  • 125 Jahre Hutter & Schrantz Aktiengesellschaft - Siebwaren und Filztuchfabriken. Wien: Rosenbaum 1949
  • Ingrid Haslinger: Kunde – Kaiser. Die Geschichte der ehemaligen k. u. k. Hoflieferanten. Wien: Schroll 1996

Weblinks