Beda Franz Dudik
Beda Franz Dudik, * 29. Jänner 1815 Kojetein, Mähren (Kojetín, Tschechische Republik), † 18. Jänner 1890 Stift Raigern bei Brünn, Mähren (Brno, Tschechische Republik), Geistlicher, Philologe. Trat ins Benediktinerstift Raigern ein (Priesterweihe 1840) und wurde 1840 Professor der lateinischen Philologie an der philosophischen Lehranstalt in Brünn; 1842-1850 hatte er die Lehrkanzel für allgemeine Geschichte inne, 1851 reiste er nach Schweden und 1852 nach Rom. Nach seiner Rückkehr erteilte ihm Erzherzog Maximilian den Auftrag, ein Zentralarchiv des Deutschen Ritterordens zu gründen, die Bestände zu ordnen und sie in einem Katalog zu erfassen. Nach vier Jahren unternahm er eine wissenschaftliche Reise nach Deutschland, um dort die Organisation der Archive des Deutschen Ordens kennenzulernen. 1855 wurde Dudik als Privatdozent an die Universität Wien berufen, 1859 wurde er mährischer Landeshistoriograph. 1863 unternahm er eine Orientreise, 1866 kam er als Berichterstatter ins Hauptquartier von Erzherzog Albrecht und 1869 begleitete er Franz Joseph I. zur Eröffnung des Suezkanals. Ritterkreuz Gustav Wasa-Orden, Ehrenmitglied der Akademie für Archäologie in Rom und andere Vereinigungen.
Literatur
- Österreichisches biographisches Lexikon 1815–1950. Hg. von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien/Graz: Böhlau 1954-lfd.
- Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich. Enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche 1750 bis 1850 im Kaiserstaate und in seinen Kronländern gelebt haben. 60 Bände. Wien: Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt 1856-1891. Register 1923
- Theresia Mayerhofer: Der Lehrkörper der Philosophischen Fakultät von 1848 bis 1873. Diss. Univ. Wien. Wien 1982, S. 40 f.