Arbeiterhochschule

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Daten zur Organisation
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48° 15' 30.79" N, 16° 21' 53.41" E  zur Karte im Wien Kulturgut

Die Parteischule (eigentlich Arbeiterhochschule) war eine der bedeutendsten Einrichtungen der Arbeiterbildung, die allerdings wegen wirtschaftlicher und politischer Schwierigkeiten nur 1926/1927–1929/30 abgehalten werden konnte. Die Arbeiterhochschule befand sich im sogenannten ehemaligen Sickenberg-Schlössel beziehungsweise Maria-Theresien-Schlössel in Nußdorf (19., Sickenberggasse 1); in den Räumlichkeiten hatte zuvor Johann Michael Kupfer sein Atelier.

Geschichte

Die Arbeiterhochschule war eine Einrichtung der Arbeiterbildung, an der die führenden Funktionäre der Sozialdemokratischen Partei sowie bedeutende Wissenschaftler unterrichtet haben. Die 1926 eröffnete Parteischule war als Internat eingerichtet und als Eliteschule angelegt; die meisten Absolventen nahmen nach 1945 in der Gewerkschaftsbewegung und Politik führende Positionen ein. Prominente Teilnehmer waren Joseph Buttinger, Rosa Jochmann, Franz Jonas, Karl Maisei, Franz Rauscher, Ernst Winkler sowie Hans Bögl (Landeshauptmann des Burgenlands) und Franz Walch (Generaldirektor der Alpine-Montan).

An der Arbeiterhochschule unterrichteten fast alle führenden Politiker der sozialdemokratischen Bewegung (Otto Bauer, Robert Danneberg, Julius Deutsch, Karl Renner, Adolf Schärf) sowie bedeutende Wissenschaftler (Max Adler, Otto Neurath). Direktor war Josef Luitpold Stern.

Der Ausbildungsbetrieb begann 1926, mußte aber wegen der Wirtschaftskrise 1930 eingestellt werden.

Literatur

  • Kurt Stimmer [Hg.]: Die Arbeiter von Wien. Ein sozialdemokratischer Stadtführer. Wien [u.a.]: Jugend & Volk 1988, S. 133, 143