Glyptothek

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Die feierliche Eröffnung am 3. April 1877 in Wien.
Daten zur Organisation

Herakles FarneseHerkulanerinSilen mit dem DionysosknabenSophoklesVerwundete AmazoneFlora FarneseDoryphorosAmazone MatteiAeschinesAthena GiustinianiParthenonfriesFranz Joseph I. (Österreich, Kaiser)Franz Joseph I. (Österreich, Kaiser)Leopold I.Glyptothek Aula.jpg
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Innenansicht der Aula der Akademie der bildenden Künste mit Objekten aus der Glyptothek (1., Schillerplatz 3), 1904
ParthenonfriesFranz Joseph I. (Österreich, Kaiser)Jüngling mit PanflöteHera (Typus: Demeter Berlin-Spada-Boboli)Hermes FarneseVerwundete AmazoneSophoklesHera von EphesosEireneAres BorgheseAthena GiustianiAeschinesGlyptothek Aula2.png
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Innenansicht der Aula der Akademie der bildenden Künste mit Objekten aus der Glyptothek (1., Schillerplatz 3), 1904

Die Glyptothek der Akademie der bildenden Künste (Atelierhaus: 6., Lehárgasse 8; Büro: 1., Schillerplatz 3) ist eine Sammlung historischer Gipsabgüsse von vorwiegend antiken Skulpturen und einigen Originalen. Die Sammlung wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Peter Strudel angelegt und später systematisch erweitert.[1] Die Glyptothek der Akademie ist seit 1851 öffentlich zugänglich und bietet heute mit circa 450 Objekten einen guten Überblick über die europäische Skulpturgeschichte.[2]

Sammlung

Die Glyptothek umfasst circa 450 Gipsabgüsse nach Werken der griechischen und römischen Antike, darunter:

aber auch Originale wie beispielsweise


Außerdem beinhaltet sie Abgüsse von mittelalterlichen und neuzeitlichen Originalen, zum Beispiel:


Ursprünglich umfasste die Sammlung über 2000 Abgüsse, von denen durch Kriege und Umlagerungen nur noch etwa ein Fünftel erhalten blieb. Heute sind die Stücke dicht im Schaudepot aufgestellt.[3]

Bedeutung und Kuration

Die Glyptothek bildet eine wichtige Ressource für Forschung und Lehre an der Akademie der Bildenden Künste. Sie wird von Kuratorin Andrea Domanig betreut.

Führungen und Sonderöffnungen erfolgen regelmäßig, teils mit Anmeldung.

Digitaler Zugang / Sammlung Online

Seit 2024 sind wenige, repräsentative Stücke der Glyptothek online veröffentlicht, darunter Abgüsse wie Michelangelos Pietà oder die antike Hera von Ephesos: Kunstsammlungen Online

Bilder

Geschichte

Die Sammlung der Glyptothek entstand im späten 17. Jahrhundert als didaktisches Instrument für die künstlerische Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste.[4] Um 1800 begann eine Erweiterung, insbesondere mit Abgüssen von besonderen Werken der klassischen Antike. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts steht die Sammlung - mit einer langen Phasen der Unterbrechung - der Öffentlichkeit offen.[5].

Historische Standorte

1786 bezog die Akademie ihren festen Standort im St.-Anna-Gebäude. 1877 eröffnete das Gipsmuseum in dem Gebäude der Akademie der bildenden Künste, dessen Aula und große Teile des Parterres und Souterrains für diesen Zweck inklusive einer eigenen Gipsgießerei vom Architekten Theophil Hansen vorgesehen wurden. Pläne von Otto Wagner und George Niemann für ein eigenes Skulpturenmuseum wurden nicht realisiert. 1935 wurde aus Raumnot die Schließung des Gipsmuseums beschlossen und die Säle geräumt. Nach unzureichender Unterbringung in Holzbaracken in den Innenhöfen der Akademie. In den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurde die Albertinarampe für die Bergung der wichtigsten Objekte festgelegt. Als weiteres Außendepot lag in der Deutschen Reichspost im dritten Bezirk, das durch einen Bombenangriff völlig zerstört wurde. Von Anfang der 1970er bis 1988 lagerten die Bestände der Sammlung in einigen Räumen der aufgehobenen Kartause Mauerbach, waren aber der Öffentlichkeit nicht zugänglich. 1988 wurde das Semperdepot (6., Lehargasse 8) der Glyptothek als Standort zugeteilt.[6] Die Glyptothek befindet sich auch heute noch im Semperdepot, dem Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien.

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Literatur

  • Bettina Hagen, Die Gipsabgusssammlung und die Sammlung plastischer Originalwerke an der Akademie der bildenden Künste in Wien, in: Vernissage. Die Zeitschrift zur Ausstellung. Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1/01 9. Jahrgang 81, S. 62-66
  • Bettina Hagen, Antike in Wien. Die Akademie und er Klassizismus um 1800, Verlag Philipp von Zabern, Mainz am Rhein 2002
  • Bettina Hagen, Gipsabgüsse. Geschichte, Technik und Aufgabe, in: Renate Trnek (Hg.), Glyptothek. Datenbank 498 MB, Wien 2006
  • Johannes Bauer, Gipsabgüsse zwischen Museum, Kunst und Wissenschaft. Wiener Abguss-Sammlungen im späten 19. Jahrhundert, in: Charlotte Schreiter (Hg.), Gipsabgüsse und Antike Skulpturen. Präsentation und Kontext, Reimer: Berlin 2012, S. 273-290
  • Andrea Domanig, Was wurde aus Hansens Glyptothek? Zur Geschichte der Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien, in: Beatrix Bastl, Ulrike Hirhager, Eva Schober (Hrsg.), Theophil Hansen. Ein Resümee. Symposionsband anlässlich des 200. Geburtstages, Verlag der Provinz, 2013, S. 75-96

Links

Referenzen

  1. Kunstsammlungenakademie.at, Glyptothek.
  2. Archiv Galerie, Glyptothek.
  3. Archiv Galerie, Glyptothek
  4. Akademie der Bildenden Künste: Kunstsammlungen
  5. Archiv Galerie, Glyptothek
  6. Siehe Andrea Domanig, Was wurde aus Hansens Glyptothek? Zur Geschichte der Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien, in: Beatrix Bastl, Ulrike Hirhager, Eva Schober (Hrsg.), Theophil Hansen. Ein Resümee. Symposionsband anlässlich des 200. Geburtstages, Verlag der Provinz, 2013, S. 93